Harder „Katzenfänger“ im Visier der Justiz

Vorarlberg / 13.10.2015 • 22:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Katze „Luna“ kurz vor ihrer Befreiung. Foto: privat
Katze „Luna“ kurz vor ihrer Befreiung. Foto: privat

Weil er Schlingfallen für Katzen ausgelegt haben soll, laufen gegen einen Mann aus Hard Ermittlungen.

Hard. Ins Rollen gekommen war der Fall, als einer Frau während eines Spaziergangs in Hard eine Katze aufgefallen war, die sich sonderbar verhielt. Der Vierbeiner wand sich in einer Falle, bestehend aus einer Plastikschnur. Die Frau alarmierte daraufhin die Tierrettung. Gemeinsam mit Tierretter Karl Heinz Nanny befreite sie die Katze und brachte sie zu einem Tierarzt.

Vor dem Tod bewahrt hatte sie, dass sich die Schlinge nicht um ihren Hals, sondern um den Bauch zugezogen hatte. „Luna“ erlitt keine ernsthaften Verletzungen und wurde ins Tierschutzheim gebracht, wo sie später von ihrem Besitzer abgeholt werden konnte. Solche Fallen seien tückisch, berichtet ein Tierschützer. Je mehr sich die Katze windet, umso stärker zieht sich die Schnur um ihren Hals zu. Miauen wird unmöglich, sie stirbt einen qualvollen Erstickungstod.

Ausgelegt habe die Falle ein Harder, der gegenüber der Polizei zugegeben habe, sie gestellt zu haben, um eine bestimmte Katze zu fangen und zu töten. Sie habe auf seinem Grundstück immer wieder Vögel gefangen. Als ihm die Beamten der Polizei Hard am darauffolgenden Tag erneut einen Besuch abstatteten, habe er bereits die nächste Schlingfalle ausgelegt. Auch sie wurde ihm abgenommen.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Wegen Tierquälerei erstattete die Polizei Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch sowie bei der Bezirkshauptmannschaft Bregenz. Es handle sich um ein laufendes Verfahren, deshalb könnten zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Angaben gemacht werden, so die zuständigen Behörden. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits hat Ermittlungen eingeleitet. Der Abschlussbericht liege bereits vor und werde derzeit geprüft, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Heinz Rusch.