Zank um Buschenschank

Vorarlberg / 13.10.2015 • 20:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Diskussion um Wirtshaus am Hohenemser Schwefelberg. Die Stadt zog Notbremse.

Hohenems. (VN) Ein beliebter Treffpunkt am Hohenemser Schwefelberg oberhalb des jüdischen Friedhofs (Grafik) ist in die Schlagzeilen geraten. Das stark frequentierte Wirtshaus soll nämlich mit Wissen der Stadtobersten über Jahre hinweg widerrechtlich betrieben worden sein.

Mehr als ein Buschenschank?

Dies vor allem deshalb, weil der Treffpunkt nicht wirklich eine klassische Buschenschank, sondern gemessen an den hohen Besucherzahlen und dem Getränke- und Speisenangebot ein landläufiges Ausflugsgasthaus sein soll. Darüber hinaus befindet sich der Treffpunkt auf einem als Freifläche Landwirtschaft gewidmeten Grundstück, und rein rechtlich ist eine Buschenschank nicht als Nebengewerbe in der Land- und Forstwirtschaft vorgesehen.

Auch bauliche Veränderungen sollen bei der Buschenschank ohne Einreichung eines Bauantrags bei der Stadt vorgenommen worden sein.

Amann für Sonderwidmung

Im Rathaus will man die Situation am Schwefelberg nun bereinigen. Stadtchef Richard Amann (59) spricht von einer „rechtlichen Grauzone“, in der die Buschenschank betrieben wurde. Die Stadt hat nun das Grundstück samt Haus erworben, will das Ganze mit einer Sonderwidmung Ausflugsgasthof versehen und dem Betreiber das Wirtshaus samt Grundfläche zur Errichtung eines Gastgartens im Baurecht überlassen, sagte Amann. So bleibe der über Hohenems hinaus beliebte Treffpunkt für Erholungs­suchende erhalten.