Gegen Ende des Jahres steigen die Alkoholunfälle

15.10.2015 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Polizei reagiert mit verstärkten Promille-Kontrollen im Verkehr.  Foto: VN/Bernd hofmeister
Die Polizei reagiert mit verstärkten Promille-Kontrollen im Verkehr.  Foto: VN/Bernd hofmeister

2014 war im November der Anteil der Alkohol­unfälle am Gesamtunfallgeschehen am höchsten.

Schwarzach. Vergangenes Jahr kam es zu insgesamt 2.213 Alkoholunfällen auf Österreichs Straßen. Dabei wurden 2.890 Personen verletzt und 32 getötet. Im Jahresschnitt betrug der Anteil der Alkoholunfälle am Gesamtunfallgeschehen 5,8 Prozent (Quelle: Statistik Austria). Weit über dem Jahresdurchschnitt lagen jedoch die Herbst- und Wintermonate des Jahres 2014 mit den zahlreichen Sturm- und Weinfesten, dem nahtlosen Übergang zur Punsch- und Glühweinzeit sowie der Ballsaison.

„Das vermehrte Angebot und der damit einhergehende Konsum alkoholhaltiger Getränke erhöhen das Risiko von Alkoholfahrten, vor allem, wenn der tatsächliche Alkoholgehalt unterschätzt wird und kein Problembewusstsein besteht oder für eine sichere Heimreise wenig Alternativen zum Auto zur Verfügung stehen“, so ARBÖ-Verkehrspsychologin Mag. Dora Beer. Die Verkehrsexpertin weist darauf hin, dass der in Österreich produzierte Apfel- oder Birnenmost einen Alkoholgehalt zwischen vier und acht Prozent Alkoholgehalt hat.

Unterschätzte Getränke

Auch der so beliebte Sturm mit seinen durchschnittlich vier Prozent Alkoholgehalt wird von Autofahrern oftmals unterschätzt. Zum Vergleich: Bier hat einen Alkoholgehalt von fünf Prozent. „Wer also noch vorhat mit dem Auto zu fahren, greift besser zu Apfel- oder Traubensaft als zu Most oder Sturm.“

Alkohol-Anteil am Gesamtunfallgeschehen:

» Jänner 2014: 6,3 Prozent (157 von 2.478 Unfällen)

» Februar 2014: 6,4 Prozent (131 von 2.052 Unfällen)

» November 2014: 7,3 Prozent (189 von 2.590 Unfällen)

» Dezember 2014: 6,3 Prozent Prozent (168 von 2.653 Unfällen)