Rückkehrhilfe für Roma ist das oberste Gebot

15.10.2015 • 17:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom Mittwoch, dem 14. Oktober 2015.
VN-Bericht vom Mittwoch, dem 14. Oktober 2015.

Soziallandesrätin Wiesflecker konzentriert sich auf Hilfe für Kinder und Hilfe zur Heimkehr.

Bregenz, Nenzing. (VN-sas, mip) Armutsflüchtlinge aus Rumänien oder Bulgarien wohnen in Zelten, unter Brücken oder in Wäldern wie in Nenzing-Beschling, die VN berichteten. Unter ihnen sind vermehrt Frauen und Kinder. Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne, 51) ist in ihrem Ressort für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Erhebungen der Jugendwohlfahrt hätten ergeben, dass die Kinder gut versorgt sind. Allerdings könne sich das im Winter ändern. Sie will Notschlafstellen für Mütter mit Kindern schaffen. Dort sollen Beratungen für die Rückkehr erfolgen. „Am Ende läuft es darauf hinaus. Grundsätzlich darf sich jeder EU-Bürger frei bewegen und drei Monate hierbleiben.“ Allerdings gebe es wenig Perspektiven für die Zukunft: „Ohne Arbeit und Wohnung ist es schwer. Armutsflüchtlinge können nur ein Aufenthaltsrecht bekommen, wenn sie sich selbst erhalten.“ Man dürfe diesen Menschen nicht vorgaukeln, dass es hier einfach wird. Wiesflecker will deshalb in deren Heimat aktiv werden. „Die Menschen kommen aus zwei Dörfern, dort gibt es auch eine Caritas. Wir. werden uns zusammensetzen und versuchen, dort zu helfen“, erklärt Wiesflecker.

Um Wildcamping einzuschränken, wie aktuell geplant, könnten Städte legale Zeltplätze errichten. Für die Eigentümer des Waldes in Nenzing, in dem sich die Bettler niedergelassen haben, zeigt sie Verständnis.

Ebenfalls auf Seiten der Waldbesitzer ist FPÖ-Chef Dieter Egger (46). „Die hygienischen Zustände dort sind katastrophal, ein völlig untragbarer Zustand“, sagt er und will von Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (62) per parlamentarischer Anfrage wissen, was das Land bisher unternommen habe, um diesen widerrechtlichen Zustand zu bereinigen, sowie welche weiteren Schritte geplant sind. Auch will Egger in Erfahrung bringen, welche Sozialinstitutionen gegen die in diesem Zusammenhang ausgestellten Strafbescheide der BH Berufung eingelegt haben, dies ist nämlich geschehen.