AK bezeichnet Pflegelehre als „unausgegoren“

16.10.2015 • 19:55 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

feldkirch. (VN-mm) Die kritischen Stimmen zur Pflegelehre mehren sich, seit Gesundheitslandesrat Christian Bernhard der Forderung nachgekommen ist, beim Bund um einen Schulversuch anzufragen. Nachdem sich der Landesverband für Gesundheits- und Krankenpflege klar ablehnend geäußert hat (die VN berichteten), erteilt jetzt auch AK-Direktor Rainer Keckeis der Einführung einer Pflegelehre eine Absage. Diese passe nicht in die aktuelle Pflegelandschaft. Es gelte, die Qualität in der Pflege hoch zu halten.

Keckeis bezeichnet das bisher diskutierte Modell als „unausgegoren“. Die wiederholten Hinweise auf das Schweizer Modell seien zwar interessant, doch habe das System der Eidgenossen mit der österreichischen Realität nichts zu tun. Und mit der Pflegeassistenz nur ein Stück aus dem Schweizer Modell herauszubrechen und damit eine Bildungs-Sackgasse zu erzeugen, hält der AK-Direktor überhaupt für verfehlt. „Wir sehen die Diskussion sehr kritisch“, sagt Keckeis.