Bettler in Dornbirn: Räumung und Infos

Vorarlberg / 16.10.2015 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ÖBB vor Räumung des Bettler-Zeltlagers in Dornbirn.

Dornbirn. (VN) Die Stadt Dornbirn reagiert auf die nach eigenen Angaben wachsende Zahl an Bettlern. Angelehnt an den Salzburger Leitfaden wird eine Bettelbroschüre aufgelegt. Zudem will die Stadt die Bürger informieren. Auch ein temporäres Bettelverbot bei Veranstaltungen in der Innenstadt und eine Campingverordnung, die wildes Zelten verhindern soll, sind Thema. Derzeit sollen sich rund 60 bis 70 Bettler aus Rumänien in Dornbirn aufhalten, in Vorarlberg sollen es rund 200 sein.

Für Unmut sorgt ein Zeltlager entlang der ÖBB-Bahnstrecke, das demnächst geräumt werden soll. Die ÖBB führte Sicherheitsbedenken im Zugverkehr an. Die Stadt erklärte dazu, man habe die Menschen ohne Zeitdruck gebeten, zu gehen. Um wildes Campieren und damit verbundene Probleme wie fehlende Toiletten und Müll zu verhindern, prüfe die Stadt, eine Campingverordnung zu erlassen. Um Betteln in der Innenstadt einzudämmen, überlegen die Verantwortlichen, Das Betteln während Märkten und Veranstaltungen zu verbieten. In den kommenden Monaten sollen entsprechende Entwürfe ausgearbeitet werden.

SPÖ-Antrag

In der Bettelbroschüre in fünf Sprachen sind 17 Regeln festgehalten, die über Verbote aufklären sollen. Zum Beispiel, dass Betteln mit Kindern nicht erlaubt ist. Eine Forderung, die SPÖ-Landtagsabgeordnete Gabriele Sprickler-Falschlunger erneuert: „Wir müssen klarstellen, dass wir nicht wollen, dass Kinder zum Betteln missbraucht werden. Wir werden einen dementsprechenden Antrag einbringen.“ Einige Kinder würden nämlich zum Betteln gezwungen.