Nach wochenlangem Training erfolgreich ins Ziel

16.10.2015 • 18:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am „Tag der Entscheidung“, wie er den Marathonsonntag nannte, postete Mario Gasser vor dem Start noch stolz dieses Foto. Foto: privat
Am „Tag der Entscheidung“, wie er den Marathonsonntag nannte, postete Mario Gasser vor dem Start noch stolz dieses Foto. Foto: privat

Für die VN-Laufgruppe haben sich die Mühen der intensiven Vorbereitung gelohnt.

Bregenz. (VN-mm) Die Anstrengung ist vergessen, der Muskelkater vorbei. Geblieben sind die Freude, es geschafft zu haben, und der gute Wille, weiterzumachen. Bei den Teilnehmern der VN-Laufgruppe, die sich unter der professionellen Begleitung von Günter Ernst auf den Sparkasse-3-Länder-Marathon bzw. Halbmarathon vorbereitet haben, ist die Begeisterung auch gut eine Woche nach erbrachter Leistung noch spürbar. „Es war sicher nicht mein letzter Marathon“, resümiert etwa Günter Böhler (50), der mit 3:40:30 Stunden die angepeilte 4-Stunden-Marke deutlich unterbieten konnte. Auch Günter Ernst spart nicht mit Lob für die Läufer: „Die Betreuung war sehr, sehr unkompliziert. Sie waren stets beim Training und haben die Vorgaben großartig umgesetzt.“

800 Trainingskilometer

Wochenlang arbeiteten die Hobbyläufer auf den großen Tag hin, investierten viel Zeit, um auf den langen Strecken durch- und mithalten zu können. So absolvierte Christian Feurstein (39) von Mitte Mai bis Anfang Oktober immerhin rund 800 Trainingskilometer. Der Lohn für den Halbmarathon-Neueinsteiger war eine tolle Zeit. Mit 1:40:21 Stunden überraschte sich der Dornbirner selbst. „Die Vorbereitung mit Günter und der Halbmarathon sind für mich bleibende Erlebnisse“, schwärmt er. Ohne den Aufruf in den VN wäre er laut eigenen Aussagen nie auf den Gedanken gekommen, mit dem Laufsport zu beginnen. In „irgendeiner Form“ will er damit weitermachen, wenngleich sich Christian Feurstein jetzt wieder mehr dem Wandern und Mountainbiken zuwenden möchte, die durch das Lauftraining zu kurz gekommen sind. „Aber ein bis zwei Mal in der Woche möchte ich schon laufen, und vielleicht geht sich irgendwann ein Marathon aus“, würde ihn ein solcher durchaus reizen.

Bei Heinz Spiegel (48) hinterließ der Marathon einen kleinen Muskelkater. „Doch der war am nächsten Tag schon wieder vorbei“, erzählt er. Dass es sich mit den von ihm angepeilten 3:30 Stunden hauchdünn nicht ausgegangen ist (Endzeit: 3:31:28), weil er zum Ende hin langsamer wurde, trägt der Techniker sportlich: „Ich bin trotzdem zufrieden.“ Und wie sieht es mit einem weiteren Marathon aus? „Mal sehen“, lautet die kryptische Antwort.

Am Ende passte es

Für Mario Gasser (25) steht schon fest: „Im nächsten Jahr mache ich wieder Notfalldienst.“ Der Rotkreuz-Mitarbeiter haderte während der Vorbereitungszeit auf seinen ersten Halbmarathon zuweilen mit den Mühen des Trainings. „Am Ende hat es mir aber doch etwas Spaß gemacht“, meint der junge ­Lochauer augenzwinkernd. Er kam nach 2:04:12 Stunden ins Ziel. Nicht an den Start gehen konnte die einzige im Team verbliebene Dame, Monika Mayer. „Sie musste schweren Herzens absagen“, bedauert auch Günter Ernst, da sie ein gutes Training absolviert habe. Er selbst bilanziert: „Es waren sehr unterschiedliche Personen in der Gruppe, die aber alle ein Ziel verfolgt und auch geschafft haben. Das zeigt, dass jeder alles erreichen kann.“ Die Gruppendynamik hat beflügelt.

Nachhaltige Begleitung

Wie nachhaltig und motivierend eine professionelle Begleitung wirken kann, bewiesen auch Maria Enzinger (58) und Daniela Hanzl (24). Sie waren jene Kandidatinnen, die von Günter Ernst im Rahmen einer VN-Fitness-Serie im Frühjahr betreut wurden. Beide nahmen jetzt auch am Sparkasse-3-Länder-Marathon teil. Maria lief den Viertel-, Daniela den Halbmarathon. „Ein tolles Erlebnis“, ließ Maria ihren Coach nach dem Zieleinlauf per Handy-Kurzmitteilung freudestrahlend wissen.