Raststätte darf gebaut werden

16.10.2015 • 17:48 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die Raststätte soll auf dem ehemaligen Zollamt-Areal an der A14 errichtet werden. Die Gegner stoßen sich am
Die Raststätte soll auf dem ehemaligen Zollamt-Areal an der A14 errichtet werden. Die Gegner stoßen sich am „Zu- und Abfahrtslabyrinth“.

Die Beschwerden wurden vom Landesverwaltungsgericht abgewiesen. 

Bregenz, Hörbranz. (VN-ger) Rund 200 Anrainer aus Hörbranz und Lindau hatten beim Landesverwaltungsgericht insgesamt 20 Beschwerden gegen den Baubescheid für die Raststätte Hörbranz eingebracht. Anfang Juli dieses Jahres fand unter dem Vorsitz von Präsident Nikolaus Brandtner die Verhandlung statt, nun steht das Ergebnis fest: „Die Bewilligungen nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung, dem Forstgesetz, dem Wasserrechtsgesetz, dem Baugesetz und der Gewerbeordnung sind zu Recht erteilt worden. Den Beschwerden wurde daher keine Folge gegeben“, teilt Brandtner in einer Aussendung mit. Die Beschwerdeführer hätten teils Einwände geltend gemacht, die in den genannten Verfahren unzulässig gewesen seien. „Sie wünschten etwa eine Geschwindigkeitsreduktion auf der Autobahn im Bereich der Raststätte oder zweifelten das rechtmäßige Zustandekommen der Flächenwidmung an“, führt der Landesverwaltungsgerichts-Präsident aus. Was den Gegnern jetzt noch bleibt, ist eine außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof bzw. eine Beschwerde an den Verfassungsgerichtshof. Diese Rechtsmittel haben laut Brandtner allerdings keine aufschiebende Wirkung. Mit der Errichtung des Projekts könne somit begonnen werden.

Baubeginn im Frühling

Bei der Raststation Hörbranz GmbH, einem Konsortium rund um Rhomberg Bau, sind die Bauvorbereitungen bereits vor Längerem angelaufen, sagt Sprecher Joachim Nägele. Gesetzt den Fall, dass tatsächlich keine aufschiebende Wirkung mehr erlassen werden könne, soll mit dem Bau im Frühjahr 2016 begonnen werden. Enttäuscht über die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zeigt sich der Grünen-Klubobmann Adi Gross. „Der Starrsinn der Betreiber hat es verhindert, eine für alle zufriedenstellende Lösung für die Raststätte in Hörbranz herbeizuführen. Nun werden völlig unnötige Flächen für eine drei Kilometer lange Zufahrt verbraucht und Anrainer massiv belastet“, polterte Gross gegen die geplante Verkehrsführung.