400 Meter in den Tod gestürzt

18.10.2015 • 19:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
An der Suche im Unglücksgebiet beteiligte sich auch der Polizeihubschrauber „Libelle“. Foto: Polizei
An der Suche im Unglücksgebiet beteiligte sich auch der Polizeihubschrauber „Libelle“. Foto: Polizei

38-jähriger Oberländer bei Lawinenabgang im Brandnertal getötet.

Brand. Es war am vergangenen Samstag gegen 12.40 Uhr, als drei Bergsteiger von Brand über die Oberzalimhütte aufstiegen und über den sogenannten Straußsteig auf den Gipfel des Panüeler Kopfes wollten.

Im oberen Teil des Steiges lösten sie ein kleines Schneebrett aus (Anrisshöhe ca. 20 cm). Von diesem wurden alle drei Bergsteiger erfasst und mitgerissen. Während zwei von ihnen das weitere Abrutschen mit Hilfe des Eispickels nach wenigen Metern stoppen konnten, wurde ihr 38-jähriger Kollege über eine Felskante mitgerissen. Er stürzte anschließend über eine teilweise senkrechte Felswand rund 400 Meter ab und wurde verschüttet.

Wind, Nebel und Eis

Eine sofort eingeleitete Suchaktion von Sondierungsmannschaften der Bergrettung mit Lawinenhund, Alpinpolizei, den Hubschraubern Libelle und Christophorus 8 blieb zunächst fünf Stunden lang erfolglos, Wind, Nebel und Eis erschwerten die Suche.

Bei einer weiteren Sondierungsaktion konnte dann gegen 17.50 Uhr das Opfer geortet und anschließend ausgegraben werden. Ein Bergrettungsarzt konnte nur noch den Tod des Walgauer Familienvaters feststellen. Der Verunglückte konnte aufgrund des stürmischen Windes, der exponierten Lage und der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr geborgen werden. Die Bergung wurde auf den frühen Sonntagmorgen verschoben.