Großinvestitionen in der Stadt Dornbirn

18.10.2015 • 16:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stadtspital erhält neue OP-Räume, auf dem Dach wird 2016 ein Hubschrauberlandeplatz gebaut. Foto: STD
Stadtspital erhält neue OP-Räume, auf dem Dach wird 2016 ein Hubschrauberlandeplatz gebaut. Foto: STD

OP-Säle, Kindergärten, Schulen, Hubschrauberlandeplatz: Kommune macht 50 Millionen Euro locker.

Dornbirn. (ha) Nach wie vor steckt die Messestadt viel Geld in öffentliche Gebäude. Bis 2020 werden voraussichtlich mindestens 50 Millionen Euro investiert. Der dickste Brocken ist der Umbau und die Vergrößerung des OP-Bereiches im städtischen Krankenhaus. Hochbaureferent Stadtrat Walter Schönbeck hat die anstehenden und laufenden Bauprojekte genau aufgelistet: Bereits im Bau sind die neue Volksschule Edlach um rund zwölf Millionen Euro sowie der Kindergarten Marktstraße um sechs Millionen Euro. Der 700.000 Euro teure Umbau des Kindergartens beim ehemaligen SOS Kinderdorf steht kurz vor der Fertigstellung und wird demnächst eröffnet. Noch dieses Jahr soll mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Watzenegg begonnen werden. Die Kosten werden mit rund 630.000 Euro angegeben.

35 Millionen für OP-Säle

Das größte Bauvorhaben startet 2016 und dauert bis 2020: Es handelt sich dabei um die Erweiterung und Modernisierung des Operationsbereiches im stadteigenen Spital: „Gut 30 Jahre nach der Eröffnung des Krankenhauses ist es an der Zeit, die Abteilung dem modernen Stand der Medizintechnik anzupassen“, begründet Schönbeck den tiefen Griff in die Stadtkasse. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro, für die Ausstattung sind noch einmal 13 Millionen Euro erforderlich. Um die Pläne des Büros Marte.Marte umsetzen zu können, sind nördlich und westlich des bestehenden Baukörpers Zubauten erforderlich. Auf den zuständigen städtischen Mitarbeiter im Rathaus, DI Herbert Winkler, wartet ein hartes Stück Arbeit: Er ist dafür verantwortlich, dass die Bauarbeiten ohne Störung des laufenden OP-Betriebes über die Bühne gehen. Das wird nicht einfach, denn zu den bestehenden vier OP-Sälen kommen drei weitere dazu. Damit sollen Kapazitätsengpässe beseitigt und Wartezeiten verkürzt werden. Die Detailplanungen sind so weit fortgeschritten, dass nächstes Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

Hubschrauberlandeplatz

Ebenfalls Anfang 2016 wird der Hubschrauberlandeplatz vom Pflegeheimdach auf das Dach des Krankenhauses verlegt. Dafür sind Investitionen in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro erforderlich. Um Patienten ohne Umwege in die Behandlungsräume transportieren zu können, wird einer der Liftschächte nach oben verlängert. „Mit dem Bau des Landeplatzes dürfen wir nicht mehr länger zuwarten, da ansonsten die Lizenz für Hubschraubertransporte ausläuft“, drängt Schönbeck zu Eile.