Heuer 70 Millionen Euro im Arlbergtunnel verbaut

Vorarlberg / 18.10.2015 • 19:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die schweren Arbeiten im Inneren des Arlbergtunnels sind größtenteils abgeschlossen. Die Verkehrsfreigabe erfolgt am 15. November.  Fotos: asfinag
Die schweren Arbeiten im Inneren des Arlbergtunnels sind größtenteils abgeschlossen. Die Verkehrsfreigabe erfolgt am 15. November. Fotos: asfinag

Schwere Bauarbeiten im Tunnel vor Abschluss. Verkehrsfreigabe am 15. November.

bludenz. Die Arbeiten laufen noch auf Hochtouren. Am 15. November soll der Arlbergtunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden. Dann müssen die umfangreichen Baumaßnahmen im Inneren des Tunnels abgeschlossen sein. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Asfinag-Projektleiter Christoph Wanker (56). 60.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial und 20.000 Kubikmeter abgetragener Beton wurden seit April aus dem Tunnel geschafft und eine ähnliche Menge an Beton wieder hineingeführt. In den Spitzenzeiten waren über 600 Arbeiter mit schwerem Gerät im Einsatz. Die größte Schwierigkeit habe in der Logistik gelegen. „Bei nur zwei Ein- und Ausfahrtsmöglichkeiten 40 bis 50 Einsatzorte im Tunnel zu koordinieren, war eine enorme Herausforderung“, beschreibt Wanker.

Bauarbeiten im Plan

Zwischen 2014 und 2017 sind für die Tunnelsanierung 160 Millionen Euro budgetiert. Allein heuer, so der Projektleiter, wurden Arbeiten für rund 70 Millionen Euro umgesetzt. Unangenehme Überraschungen bei Baufortschritt und Kosten habe es bisher nicht gegeben. „Alles im Rahmen des Üblichen bei einem Projekt dieser Größenordnung.“

Wenn ab dem 15. November die Autofahrer wieder durch den Tunnel fahren, werden sie wenig von den Anstrengungen sehen. Abgesehen von ein paar Nischen und Löchern könne man das eigentliche Ausmaß der Arbeiten optisch nicht wahrnehmen. Dabei sind wesentliche Maßnahmen umgesetzt. So sind acht neue Pannenbuchten sowie Auf- und Abstiege zum Zuluftkanal entstanden. In drei Bereichen hat man Strahlventilatoren angebracht, die Luftströme steuern können. Auch die Abluftmaschinen seien ausgebaut und generalsaniert worden, zählt Projektleiter Wanker nur einige der Arbeiten auf.

Arbeiten in der Nacht

Mit der Verkehrsfreigabe beginnt die dritte Bauphase. In den Wintermonaten konzentrieren sich die Arbeiten auf die Nachtstunden. Es werde dann zu Anhaltungen am Portal und zeitweise zu Nachtsperren kommen. Die nächste Totalsperre gibt es im Sommer 2017. Nach dem Osterwochenende wird während der abschließenden Arbeiten der gesamte Verkehr wieder über den Arlbergpass geleitet. Am 26. September 2017 soll der erneuerte Arlbergtunnel wieder öffnen. Unter anderem eine Hochdrucksprühanlage sowie ein System, das Geräusche orten und einen Alarm auslösen kann, werden den Arlbergtunnel sicherer machen. „Der Tunnel ist dann sicherheitstechnisch auf dem letzten Stand“, so Christoph Wanker.

In Spitzenzeiten waren mehr als 600 Arbeiter im Tunnel.

Christoph Wanker, ASFINAG
Belagsarbeiten auf der A 14.
Belagsarbeiten auf der A 14.

Arlbergtunnel

S 16 Arlbergschnellstraße – Tunnelsanierung und Errichtung zusätzlicher Fluchtwege

Das Projekt umfasst die Erneuerung und Modernisierung der kompletten Sicherheitselektronik sowie den Bau von acht zusätzlichen Pannenbuchten und 37 zusätzlichen Fluchtwegen

• Baustart: September 2014

• Gesamtinvestition: 160 Mill. Euro

• Fertigstellung:
26. September 2017

Asfinag-Baustellen 2015 in Vorarlberg

» A 14 Bereich Hörbranz
Sanierung Entwässerung, neue Gewässerschutzanlage und Sanierung Brückenüberführung bei Lochau.

» Gesamtinvestition: 4,4 Mill. Euro

» Fertigstellung: 31. Oktober 2015

» A 14 Bereich Wolfurt
Sanierung der Entwässerung sowie zwei neue Gewässerschutzanlagen.

» Gesamtinvestition: 4,4 Mill. Euro

» Fertigstellung: 11. Dezember 2015

» A 14 Bereich Klaus
Sanierung der Entwässerung sowie zwei neue Gewässerschutzanlagen

» Gesamtinvestition: 3,2 Mill. Euro

» Fertigstellung: 27. Mai 2016

» A 14 Bereich Klaus-Rankweil
Neue, griffigere Fahrbahnbeläge, Sanierung Brückenbauwerke,
5 Kilometer Wildschutzzaun

» Gesamtinvestition: 4,3 Mill. Euro

» Fertigstellung: 31. Oktober 2015