Widmungen in Dornbirn und Koblach strittig

Vorarlberg / 19.10.2015 • 21:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Manche Gemeinden im Land nehmen Widmungsfragen offenbar nicht so genau.

Dornbirn, Koblach. (VN) Vergangene Woche sorgte ein „illegales Gasthaus“ ohne korrekte Flächenwidmung und Baugenehmigung am Hohen­emser Schwefelberg für Debatten (die VN berichteten). Es gibt offenbar im Rheintal gleich mehrere Beispiele, wo es Bürgermeister mit der Flächenwidmung nicht so streng nahmen und damit eigentlich das Raumplanungsgesetz des Landes ignorierten. Eines dieser Beispiele findet sich in der Stadt Dornbirn. Dort betreibt der Landwirt Armin Schwendinger, Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer, seit 2002 den beliebten Ausflugsgasthof „Möcklebur“. Das Gebäude befindet sich auf einem Grundstück mit der Widmung „Freifläche Landwirtschaft“, es liegt in der Landesgrünzone. Betreiber Armin Schwendinger ist aber nichts vorzuwerfen: Sämtliche Genehmigungen von Stadt und BH Dornbirn liegen „unter bestimmten Auflagen“ vor. Ein weiteres Beispiel findet sich mit dem Vereins- und Gastrolokal „Gidis Hock“ offenbar in Koblach. Dort tobt zwischen Betreiber Max Fend und der Gemeinde sowie der BH Feldkirch ein Streit um den Betrieb des Lokals. Auch dieser Standort befindet sich auf einem Grundstück mit der Widmung „Freifläche Landwirtschaft“, wo eigentlich nur landwirtschaftliche Gebäude und für deren Betrieb notwendige Baulichkeiten vorhanden sein dürften. Hubert Kinz (55), Abgeordneter der FP, hat bereits eine Anfrage an Statthalter Karlheinz Rüdisser (60) eingebracht.