Zum Gedenken

Vorarlberg / 20.10.2015 • 18:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Günther Albrecht

Bezau. Nach einem arbeitsreichen und erfüllten Leben gab Günther Albrecht im 70. Lebensjahr seine Seele dem Schöpfer zurück. Viele Verwandte, Bekannte und auswärtige Trauergäste sind gekommen, um von Günther Abschied zu nehmen. Die große Zahl an Trauernden war wohl eine Ehrung des Verstorbenen und gab Zeugnis für seine Beliebtheit.

Wohlbehütete Kindheit

Der Verstorbene erlebte als einziger Sohn in der Familie des Leo und der Ida Albrecht geb. Mätzler in Bezau eine wohlbehütete Kindheit.

Als Günther 13 Jahre alt war, starb sein Vater Leo. Dies brachte einen tiefen Einschnitt in Günthers Leben. Seine Mutter war nun mit ihm auf sich allein gestellt. So musste Günther schon in jungen Jahren fest zupacken und seine Mutter unterstützen, wo immer es ging. Schon früh musste er die Zügel selbst in die Hand nehmen und Entscheidungen treffen. Nach seiner Schulzeit führte Günther gemeinsam mit seiner Mutter die elterliche Landwirtschaft. Als naturverbundener Bauer galt sein Stolz immer seinem Viehbestand. Die Liebe zu seinen Tieren war bei ihm überall sichtbar. Nebenher verdiente er noch ein Zubrot als Zimmermann, Holzer und auch als Sägewerkmitarbeiter. Dort, wo Günther Hand anlegte, war er bei allen sehr geschätzt und beliebt.

1975 heiratete er Maria Oberhauser aus Andelsbuch. Der glücklichen Verbindung entsprossen vier Kinder, die ihn inzwischen zum vierfachen Großvater machten.

Obmann und Funktionär

Viele Jahre stellte er sein Wissen und seine unermüdliche Schaffenskraft der bäuerlichen Gemeinschaft zur Verfügung. So war er 40 Jahre Obmann der Viehweide Litten, 45 Jahre Funktionär beim Viehversicherungsverein Bezau, 21 Jahre beim Viehzuchtverein Bezau und 38 Jahre bei der Sennerei Oberdorf. Auch bei der Feuerwehr war Günther 50 Jahre ein eifriger und begeisterter Feuerwehrmann.

Pfarrer Fleisch zelebrierte einen würdigen Auferstehungsgottesdienst, der vom Chor St. Jodok begleitet wurde. Worte des Dankes und Abschieds sprachen: Martin Metzler für die Feuerwehr, Erwin Feldkircher für die Jahrgänger, Gebhard Greber für die Sennerei Oberdorf, die Viehweide Litten und die Weggenossenschaft Beerhalde. Der Schöpfer möge Günther die ewige Ruhe schenken.