FPÖ nimmt die Gemeinden in die Pflicht

Vorarlberg / 21.10.2015 • 21:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Freiheitliche wünschen sich, dass auch Gemeinden verstärkt auf regionale Kost setzen.

Bregenz. (VN-mip) Der Landwirtschaftssprecher der Vorarlberger FPÖ, Daniel Allgäuer (51), zeigte sich über den vorgelegten Sieben-Punkte-Plan der Landesregierung erfreut: „Eine langjährige Forderung von uns wird nun angegangen, dennoch ist das nur ein Schritt, dem weitere folgen müssen.“ Der Plan, der am Dienstag vorgelegt wurde, soll regionale und saisonale Biokost in der Zentralküche der Vorarlberger Landeskrankenhäuser forcieren. Nicht nur die Regierungsparteien haben den Plan zusammen mit den Spitalsbetreibern und der Landwirtschaftskammer ausgearbeitet. Auch die Agrarsprecher der Oppositionsparteien FPÖ, SPÖ und Neos waren dabei.

Geht es nach der FPÖ, sollte rasch der nächste Schritt erfolgen: „Neben dem Land Vorarlberg können auch speziell die Gemeinden im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein Signal setzen. Zum Beispiel im Bereich der Seniorenbetreuung, beim Essen auf Rädern oder in Schulen und Kindergärten“, erklärt Allgäuer. Hier gelte es, stärkere Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Gemeinden ins Boot zu holen. Im Landtag haben die Freiheitlichen bereits einen Antrag eingebracht, dass die Regierung entsprechende Gespräche mit dem Gemeindeverband aufnehmen soll.

In Hard wird nun aufgrund einer Initiative der Grünen auf Biokost umgestiegen. Laut der grünen Gemeinderätin Eva Hammerer erhalten Bewohner des Seniorenhauses am See sowie Kinder der Betreuungseinrichtung Grünschnabel künftig überwiegend frische Bioprodukte aus der Region.

Weniger Importe

Die schwarz-grüne Landesregierung präsentierte am Dienstag sieben Punkte, wie die Spitalsküche regionaler kochen kann. Ein Schwerpunkt wird die Zusammenarbeit mit der hiesigen Landwirtschaft sein. Diese soll zukünftig Produkte herstellen, die für Großküchen verwendbar sind, etwa schon geschälte Kartoffeln oder Flüssigei. Dafür garantiert der Spitalsbetreiber
KHBG (Krankenhausbetriebsgesellschaft) die Abnahme. Die Regierungsparteien feierten den ausgearbeiteten Plan als Durchbruch. Wie die VN berichteten, wurde bisher auch importiertes tiefgefrorenes Fleisch aus Osteuropa verwendet, dies soll nun der Vergangenheit angehören. Nur was der heimische Markt nicht hergibt, soll zukünftig importiert werden, etwa Bananen oder Mehl fürs Brot.