Mehr Sozialwohnungen budgetiert

21.10.2015 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 19. September 2015.
VN-Bericht vom 19. September 2015.

Regierung kündigt Sonderwohnprogramm an. 150 zusätzliche Wohnungen sollen entstehen.

Bregenz, Dalaas. (VN-mip) Die Vorarlberger Volkspartei diskutierte in den vergangenen Tagen auf einer Klausur in Dalaas den Budgetentwurf der Landesregierung. Die Landtagsabgeordneten stimmten zu. Teil des 1,75 Milliarden Euro schweren Voranschlags sind sechs Millionen, die für 150 zusätzliche günstige Wohnungen vorgesehen sind. Wie Landeshauptmann Markus Wallner (48) in einem VN-Interview vor einigen Wochen bereits ankündigte, sollen Wohnungen in Holzbauweise entstehen, die durch niedrigere Standards günstiger werden, und zwar für alle
auf dem Wohnungsmarkt, auch Konventionsflüchtlinge. „Wir drehen an der Kostenschraube in den Bereichen Standards, Verdichtung und Grundstückspreise. Ich erwarte mir dadurch eine Verflachung der Preisentwicklung auf dem Vorarlberger Wohnungsmarkt“, erklärte ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück (57). Grundstücke könnten von der katholischen Kirche zur Verfügung gestellt werden, den Bau sollen Vorarlbergs gemeinnützige Wohnbauträger übernehmen. Die Regierung will in den kommenden Wochen Konkreteres vorstellen.

Im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel will die schwarz-grüne Regierung Familien helfen, öfters den Zug zu benützen. 30.000 Familienpassbesitzer haben in Zukunft Anspruch auf eine ÖBB-Familienvorteilskarte. Kosten: 250.000 Euro.

Integration diskutiert

Für Frühstück soll so eine Klausur auch Platz bieten, Themen in einem breiteren Kontext zu diskutieren. Die Volkspartei widmete sich der Integration. Es kamen die Idee zur Sprache, Konventionsflüchtlinge könnten eine freiwillige Vereinbarung unterschreiben. Wer Integration nicht ernst nehme, könnte die Mindestsicherung verlieren. „Wir haben lediglich offen darüber diskutiert“, erklärt Frühstück. Die Gesetzgebung in diesem Bereich sei sowieso Bundessache.