Wir gehören einfach zusammen

Vorarlberg / 21.10.2015 • 18:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Wir genießen jeden Tag, den wir beisammen sein können“, erklären Rosmarie und Heinz Ammon.
„Wir genießen jeden Tag, den wir beisammen sein können“, erklären Rosmarie und Heinz Ammon.

Dornbirn. Auf 60 glückliche und arbeitsreiche Jahre blicken Rosmarie und Heinz Ammon an ihrem 60. Hochzeitstag zurück. Den großen Tag verbringen sie in ihrem Urlaubsort Villanders in Südtirol. Selbstverständlich erneuern sie auch wieder ihr Eheversprechen in der Kirche im Gütle, sobald sie zurück sind, denn dort gaben sie sich am 22. Oktober 1955 das Jawort.

„Flitterwochen gab es damals nicht“, erzählt das Paar, „dafür sind wir zu unserer Goldenen nach Zypern gereist und dort war es wirklich schön. Nach unserer Hochzeit wohnten wir in der Eisenhammerstraße. Dort sind auch unsere Kinder, Angelika, Roland und Henry, aufgewachsen.“ Neben dem Haushalt und der Erziehung der Kinder arbeitete Rosmarie als Verkäuferin bei Quelle, Hans war fünf Jahre bei der Firma F. M. Rhomberg beschäftigt, 20 Jahre in der Getränkeindustrie und die letzten 21 Jahre vor der Pensionierung in verschiedenen Großküchen als Lagerleiter tätig. Seit vielen Jahren lebt das Paar in der Fischbachgasse. Dort fühlt es sich in der Hausgemeinschaft wohl und genießt jeden Tag.

Gerne erinnert sich das Paar an die vielen schönen Urlaub in Südtirol und an der Côte d’Azur, zuerst mit den Kindern und später dann mit den Enkelkindern. Viele schöne Momente erlebten Rosmarie und Heinz auch bei Wanderungen in den Dolomiten. „Wandern können wir leider nicht mehr“, so der Jubilar, denn Rosmarie kann nur noch kurze Strecken gehen, und so genießen wir mehrmals im Jahr unsere Aufenthalte in Südtirol. Dort hat Rosmarie noch viele Verwandte, und wenn wir sie nicht mehr besuchen, hört der Kontakt ins Ländle ganz auf. Das wäre schade.“

Die Obmannstelle im Bocchiaclub und beim Landesverband hat Heinz inzwischen in jüngere Hände gelegt. Dafür leitet er seit 16 Jahren als Obmann die Geschicke des Dornbirner Jahrgangs 1935. Die Montagnachmittage verbringt das Jubelpaar gerne bei den Seniorentreffen, damit sie, wie sie sagen, unter Leute kommen, denn große Sprünge würden sie schon noch gerne machen, aber, wenn auch der Kopf möchte, so wollen doch die Füße nicht mehr mitmachen.

Bestens informiert

Regen Anteil nehmen beide am Weltgeschehen, musste doch Rosmaries Familie 1939 im Zuge der Umsiedlung auch die Heimat verlassen und ihre Existenz im Ländle neu aufbauen. Auch Heinz hatte es nicht immer leicht, sein Vater verstarb, als er noch ein Kind war. Er überlebte unbeschadet die Kinderlähmung durch die richtige Diagnose des Arztes und zahlreiche Blutwäschen im Krankenhaus Valduna. Täglich werden die Vorarlberger Nachrichten gelesen und so sind beide auch auf dem Laufenden, was im Land passiert. Heinz unterstützt Rosmarie im Haushalt und beide freuen sich über die Besuche der Kinder und ihrer Familien. Der Tod der Enkeltochter Mareike hinterließ eine große Lücke in der Familie.

Zu ihrer diamantenen Hochzeit wünschen ihnen die Kinder, Schwiegerkinder, sechs Enkel, drei Urenkel, Verwandte, Freunde und Bekannte noch viele schöne gemeinsame Jahre.

Hochzeitstag am 22. Oktober 1955.
Hochzeitstag am 22. Oktober 1955.