Garagenplätze im Zentrum werden reduziert

Vorarlberg / 22.10.2015 • 20:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Neugestaltung westliche Dornbirner Innenstadt: Millionenprojekt wird überarbeitet.

Dornbirn. (ha) Die geplante Neugestaltung der westlichen Innenstadt verzögert sich weiter, denn es wird wieder einmal umgeplant: Die Tiefgarage unterhalb der Schulgasse soll deutlich kleiner ausfallen als ursprünglich vorgesehen. Gründe sind zähe Verhandlungen mit Anrainern und hohe Kosten.

Vorgesehen ist, den unteren Teil der Schulgasse zur Fußgängerzone zu machen und mit dem Marktplatz zu verbinden. Profitieren soll vor allem der Innenstadthandel, denn das Quartier östlich von St. Martin wird um viel Geld optisch völlig neu gestaltet.

Mitmachen müssen allerdings auch die Geschäftsleute und andere Anrainer in der Schulgasse. Bevor ein Spatenstich erfolgen kann, muss auch geklärt werden, ob und wann das alte PSK-Gebäude, das alles eher als ein Schmuckstück ist, abgebrochen wird, um einem neuen Geschäftshaus Platz zu machen.

Noch eine Tiefgarage

Die größte Hürde für den raschen Baubeginn befindet sich allerdings ein Stockwerk tiefer. Es geht dabei um eine weitere große städtische Tiefgarage unter der Schulgasse mit Verbindung zur Stadtmarkt- und Sutterlütygarage. Die Stadt wird aber wohl ober übel kleinere Brötchen backen müssen, lässt Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Martin Ruepp (60) durchblicken. Grund: Die Verhandlungen mit betroffenen Anrainern, von denen jeder Einzelne dem Bau einer neuen Tiefgarage zustimmen muss, weil ihre Häuser zum Teil unterbaut werden müssen, verlaufen mehr als zäh. Offenbar wollen sich einige auch private Abstellplätze sichern. „Es ist aber nicht Aufgabe der Stadt, Privatparkplätze zu bauen“, lehnt Ruepp solche Wünsche ab. Auch gehe es darum, die Errichtungskosten pro unterirdischem Parkplatz genau unter die Lupe zu nehmen. Und da scheint die Rechnung nicht aufzugehen.

Rascher Baustart

Jedenfalls wird bereits umgeplant. Die große Lösung, die Dutzende neue öffentliche Abstellplätze in bester Innenstadtlage vorsieht, kommt aller Voraussicht nach nicht, sondern eine abgespeckte Variante mit deutlich weniger Stellplätzen. Martin Ruepp rechnet trotz aller Schwierigkeiten mit einem baldigen Baustart.