Voll großer Zuneigung und Fürsorge füreinander

23.10.2015 • 16:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Anni und Gustl Albrich sind Mittelpunkt einer großen Familie.
Anni und Gustl Albrich sind Mittelpunkt einer großen Familie.

Hirschau. Heute feiern August und Anna Albrich ihre diamantene Hochzeit. Sie blicken zurück auf 60 Jahre Ehe voller gegenseitiger Wertschätzung, liebevoller Unterstützung und zärtlicher Zuneigung.

August wurde am 18. Oktober 1924 als jüngstes von drei Kindern in Hirschau geboren. Seine Eltern Josef und Katharina (geb. Baurenhas) übernahmen 1947 zusätzlich die Fürsorge für ein kleines Mädchen. Zusammen erlebten sie eine behütete Kindheit und halfen schon früh am eigenen Bauernhof mit.

Anna war das fünfte von zehn Kindern von Leo und Anna (geb. Moosmann) Beer in Schnepfau. Ihre Mutter verstarb im Alter von nur 47 Jahren aus Sorge um Josef, Annas Bruder, der aus dem Krieg nicht zurückgekommen war. Anna war damals 18 Jahre und ihre jüngste Schwester erst drei Jahre alt. Für die Familie bedeutete das einen sehr schweren Schicksalsschlag, den sie nur durch starken Zusammenhalt, vor allem unter den Geschwistern, überstehen konnte.

Kriegseinsatz und Heimkehr

Der Krieg bedeutete auch für August eine schwere Zeit. Er musste 1942 einrücken. Erst kam er in die Niederlande und später nach Italien, wo er in amerikanische Gefangenschaft geriet. Im April 1945 konnte er wieder zurück in die Heimat.

Arbeitsreiche Jahre

Am 24. Oktober 1955 heirateten Anni und Gustl, wie sie einander liebevoll nennen, und zogen nach Hirschau ins Dachgeschoß von Augusts Eltern. Sie verbrachten dort eine glückliche Zeit und bekamen drei Kinder – 1956 ihren ersten Sohn Werner, 1958 Rainhard und 1960 die kleine Irene. Gemeinsam mit Josef und Katharina führten sie die Landwirtschaft bis 1970. Nach dem Tod der Eltern übernahmen sie den Bauernhof, woran sie viel Freude hatten. August arbeitete noch zusätzlich als Holzarbeiter und transportierte im Winter Holz mit seinem Pferd. Auch in der Gemeinde war er zehn Jahre lang tätig. Wenn die Arbeit am Hof getan war, verbrachte Anna die Abende und viele Nächte an der Nähmaschine, um die Haushaltskasse aufzubessern. Die Familie half zusammen, wie Anna und August es von jeher gewohnt waren. So führten sie die Landwirtschaft bis 2004. Der Abschied von der letzten Kuh war besonders für August schwer, da ihm immer sehr viel an seinem Vieh gelegen war.

Gemeinsamer Lebensabend

Seither genießen sie ihren Ruhestand. Wenn August seine tägliche Fahrradrunde absolviert hat, setzen sie sich gerne gemeinsam in den „Schopf“. Hier verweilen immer wieder Bekannte für ein paar nette Worte. Auch ihre Kinder, die vielen Enkel und mittlerweile Urenkel kommen gerne zu Besuch und treffen stets auf offene Ohren. Das Paar ist das Zentrum der Familie, und alle gratulieren von Herzen zur diamantenen Hochzeit und wünschen auch für die Zukunft nur das Beste!

24. Oktober 1955: Beginn einer langen und glücklichen Verbindung.
24. Oktober 1955: Beginn einer langen und glücklichen Verbindung.