Zirp, zirp macht das Große Heupferd

Vorarlberg / 26.10.2015 • 21:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Große Heupferde können ausgezeichnet fliegen und größere Entfernungen zurücklegen.  Foto: VN
Große Heupferde können ausgezeichnet fliegen und größere Entfernungen zurücklegen. Foto: VN

Morgen gibt’s weitere sechs Tiersticker. Fehlt euch vielleicht noch das Große Heupferd?

Schwarzach. Das Große Heupferd, auch bekannt als Grünes Heupferd oder Grüne Laubheuschrecke zählt neben der Maulwurfsgrille zu den größten und auffälligsten Heuschrecken Vorarlbergs. Das Große Heupferd ist sehr anpassungsfähig, daher findet man das Insekt sowohl in Trocken- als auch in Feuchtlebensräumen. Am weitesten verbreitet ist das Große Heupferd im Rheintal und dem Walgau. Typische Lebensräume in Vorarlberg sind Gebüsche oder Hecken. Besonders wohl fühlt es sich aber in Streuwiesenlandschaften und warmen Gegenden.

Gehör am Bein

Man erkennt das Große Heupferd vor allem an seinem charakteristischen Zirpen, das durch das Reiben der Vorderflügel über eine „Zirp­membran“ erzeugt wird und bis zu 100 Meter weit gehört werden kann. Übrigens: Das Gehör der Großen Heupferde befindet sich an den Vorderbeinen. Dafür hören Heuschrecken vergleichsweise gut. Und das müssen sie auch, immerhin lockt das Männchen das Weibchen mit seinem Gesang zur Paarung an. Das Weibchen sticht seine Legeröhre in feuchte, lockere Erde am Buschrand und legt seine Eier hinein. Pro Gelege können das gut und gerne bis zu 230 Eier sein. Die Entwicklung der Eier kann sich jedoch über ein oder zwei Jahre hinziehen. Im Frühjahr schlüpfen die Larven. Diese durchlaufen dann insgesamt sieben Entwicklungsstadien. Im Sommer ist die Entwicklung abgeschlossen und es erfolgt die Reifehäutung. 

Das Männchen wird etwa 3,5 Zentimeter groß, das Weibchen sogar bis zu 4,2 Zentimeter. Große Heupferde können ausgezeichnet fliegen und größere Entfernungen zurücklegen. Das Insekt hat verlängerte, zum Springen angepasste Hinterbeine und lange schnurartige Fühler. Die Flügelpaare sind vorne lederartig und hinten eher häutig.

Auf dem Speiseplan der Tiere stehen überwiegend Raupen, Fliegen, Larven und andere kleine Tiere. Nur gelegentlich ernährt sich das Große Heupferd auch von pflanzlicher Nahrung.