Das Klostertal siegt bei „9 Plätze – 9 Schätze“

Vorarlberg / 27.10.2015 • 18:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
TV-Zuschauer und Jury wählten den Formarinsee zum schönsten Ort in Österreich. Foto: Grabher
TV-Zuschauer und Jury wählten den Formarinsee zum schönsten Ort in Österreich. Foto: Grabher

Dalaas/Wien. Österreich hat gewählt und das Landschaftsensemble Formarinsee und Rote Wand am vergangenen Samstag in der ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“ zum schönsten Ort Österreichs gekürt. Rund eine Million Österreicher haben am Bildschirm mitverfolgt, wie eine Prominentenjury und das Fernsehpublikum die beiden Vorarlberger Naturjuwele im Gemeindegebiet von Dalaas auf den ersten Platz wählten. Damit verwies die Klostertaler Gemeinde die Schneebergbahn in Niederösterreich und Salzburg mit dem Fluss Longa auf die Plätze zwei und drei.

Der Formarinsee am Ende des Zugertals liegt auf 1793 Meter Höhe. Sein Wasser überwindet unter der Roten Wand hindurch die Europäische Wasserscheide. Mit ihren 2704 Metern ist die Rote Wand zwar nur der zweithöchste, aber der wohl eindrucksvollste Gipfel im Lechquellengebirge, wo mit über 400 Steinböcken eine der größten Steinbockkolonien Europas zu finden ist.

Dalaaser mit nach Wien gereist

Die Siegergemeinde Dalaas im Klostertal ist extra mit 25 Fans nach Wien gereist – allen voran Bürgermeister Christian Gantner und Kostertaler-Star Markus Wolfahrt. „Vorarlberg heute“-Moderatorin Christiane Schwald und der Bezauer Skiflug-Weltrekordler Toni Innauer waren die prominenten Gesichter Vorarlbergs in der Show. Im Kral-Verlag ist außerdem ein eigenes Buch zur Show erschienen: „9 Plätze – 9 Schätze: Auf den Spuren von Österreichs verborgenen Schätzen“. Es begleitet auf 176 Seiten die Schatzsuche 2015 inklusive Rote Wand und Formarinsee sowie die neun Landessieger aus dem Jahr 2014.

Unter Kennern gilt der kleine Bergsee auch als vielleicht schönster Angelplatz Österreichs. Allerdings ist das Gewässer nicht gerade leicht erreichbar, die Zufahrt über Lech und Zug bis zur Hütte der Alpe Formarin ist lang und schmal. Allerdings verkehren von Lech Pendelbusse, was wegen der fehlenden Ausweichstellen tagsüber aber ein Fahrverbot für private Pkw bedingt.

Die meist guten Forellenfänge sind vor allem dem Fischereiverein Klostertal zu verdanken, der die Fischrechte im See von der Agrargemeinschaft Nenzing gepachtet hat und seit Jahrzehnten bewirtschaftet. Der Formarinsee hat kein natürliches Fischaufkommen, sondern wird vom Fischereiverein mit Regenbogenforellen besetzt.