Mein lieber Schwan, der ist aber lang!

28.10.2015 • 17:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Papa und Mama Schwan versorgen den Nachwuchs bis zu sechs Monate mit Futter. Foto: VN/Steurer
Papa und Mama Schwan versorgen den Nachwuchs bis zu sechs Monate mit Futter. Foto: VN/Steurer

Mit ihrem langen Hals können die Schwäne besonders gut „gründeln“.

Schwarzach. Wer von euch kennt das Märchen vom vermeintlich hässlichen Entlein, das sich in einen wunderschönen weißen Schwan verwandelt? In der Natur ist das ganz ähnlich. Die jungen Höckerschwäne werden mit einem grauen Federkleid geboren, ihr Schnabel ist schwarz und die Füße und Beine sind dunkelgrau. Erst im Alter von etwa zwei Jahren färben sich die Federn weiß, der Schnabel wird leuchtend orange und bekommt einen schwarzen Höcker.

Wenn wir vom „Schwan“ sprechen, meinen wir meistens den Höckerschwan. Doch es gibt in Vorarlberg noch andere Schwan-Arten. Während die Höckerschwäne das ganze Jahr über in Vorarlberg wohnen, verbringen die gelb geschnäbelten Sing- und Zwergschwäne meistens nur den Winter bei uns. Schwäne lieben Flachwasserzonen und Schilfgebiete, da sie dort gut nach Nahrung tauchen können. Das Tauchen nach Nahrung wird auch als Gründeln bezeichnet. Dabei taucht der Schwan mit dem Kopf unter und kippt seinen Körper senkrecht nach oben. Mit seinem langen Hals kommt er 70 bis 90 Zentimeter in die Tiefe. Der Höckerschwan ernährt sich von Wasserpflanzen und den darin befindlichen Kleintieren wie Muscheln, Schnecken oder Wasserasseln. An Land frisst er auch Gras und Getreidepflanzen. Das kommt vor allem im Spätwinter vor, wenn unter Wasser nicht mehr genug Nahrung vorhanden ist.

Schwere Piloten

Mit einem Höchstgewicht von zwölf bis 13 Kilo gehören Schwäne zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Ein ähnliches Gewicht bringen sonst nur noch Pelikane auf die Waage. Ihrem Partner bleiben Schwäne in der Regel ein Leben lang treu. Ein weiblicher Höckerschwan legt fünf bis zehn Eier. Nach rund 40 Tagen schlüpfen die Jungen und werden von Vater und Mutter bis zu sechs Monate mit Futter versorgt. Um vor eierfressenden Landtieren geschützt zu sein, bauen Schwäne häufig ein schwimmendes Nest in Ufernähe. Als Baumaterialien dienen ihnen Hölzer und Wasserpflanzen.