Sorgen um die Carina-Schule

28.10.2015 • 20:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

FPÖ-Sozialsprecherin befürchtet eine gänzliche Einstellung des Schulbetriebs.

bregenz. (VN-mm) Unzufrieden zeigt sich FPÖ-Sozialsprecherin Cornelia Michalke mit der Beantwortung einer Anfrage zum Heilpädagogischen Zentrum Carina durch Gesundheitslandesrat Christian Bernhard. „Besonders die Antwort auf Punkt 5 meiner Anfrage, bei dem es um die Weiterführung des Schulbetriebs in der Carina geht, irritiert und enttäuscht mich sehr“, sagt Michalke. Denn entgegen der von Bernhard getätigten Zusage, den Schulbetrieb wieder installieren zu wollen, rücke er offensichtlich schrittweise wieder von dieser Zusage ab, entnimmt die Landtagsabgeordnete dessen Zeilen. Christian Bernhard schreibt nämlich, dass aufgrund der mittlerweile erfolgten Schulverlegung nach Rankweil ein zukünftiger Schulbetrieb am Standort Carina nicht zwingend ist.

Ergänzende Angebote

Er verweist auf eine Arbeitsgruppe, die Anfang Oktober ihre Arbeit aufgenommen hat und bis Februar 2016 Ergebnisse vorlegen soll. Diesen könne nicht vorgegriffen werden. Laut Bernhard soll die Arbeitsgruppe in erster Linie eruieren, welche zusätzlichen heilpädagogischen Angebote eventuell als Ergänzung zur Kinder- und Jugendpsychiatrie notwendig sind und wo bzw. von wem diese erbracht werden sollen.

Cornelia Michalke will das nicht so einfach stehenlassen. Gerade der Schulbetrieb sei für auffällige Schülerinnen und Schüler, insbesondere aber auch für deren Eltern und die Lehrpersonen ein äußerst wichtiger Bestandteil in der Behandlung und Betreuung verhaltensauffälliger Kinder. „Die Carina mit ihrem schulischen Angebot war für das Lehrpersonal immer eine wichtige Stütze“, argumentiert Michalke. Diese Kinder müssten nicht nur psychiatrisch und psychologisch in einer entsprechenden Einrichtung wie etwa dem Landeskrankenhaus Rankweil behandelt werden, sondern könnten oft sehr schnell in einen fachlich entsprechend geführten Schulbetrieb entlassen werden.

Kindergarten in Betrieb

„Ich verstehe nicht, weshalb gut funktionierende Strukturen in diesem Bereich nicht unterstützt und dafür neue eröffnet werden“, zeigt sich die FPÖ-Sozialsprecherin verwundert. Im Sinne aller Betroffenen ist ihrer Ansicht nach Sorge zu tragen, dass der Schulbetrieb in der Carina so rasch als möglich wieder aufgenommen wird. Weitere Fragen betrafen den Kindergarten. Laut Christian Bernhard werden in der heilpädagogisch therapeutischen Kindergruppe im Turnus von jeweils drei Monaten sieben Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren betreut. Der Personalumfang beträgt sieben Vollzeitstellen. Die Unterstützung richtet sich an Kinder mit erheblichem Förderbedarf. Für sie wurde auch ein eigener Fahrdienst eingerichtet.

Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Sozialfonds. Es sei davon auszugehen, dass mit den Plätzen das Auslangen gefunden werde.