Straßenprojekt in der Warteschleife

29.10.2015 • 18:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Keine Einigung mit Grundeigentümern gelungen: Umbau der
L 193 in Nüziders ver­zögert sich weiter.

Nüziders. (VN-sas) Das Ziel wäre eigentlich klar definiert: Laut der Abteilung Straßenbau des Landes ist die bestehende L 193 zwischen der
L 190 und der Kuhbrücke in Nüziders für den zunehmenden Lkw-Verkehr auf diesem Abschnitt deutlich unterdimensioniert und muss daher ausgebaut werden. Die neue Trasse soll von einer Breite von derzeit zum Teil nur 5,9 Metern auf 7,5 Meter verbreitert werden – in Lage und Höhe soll sie dabei weitgehend der bestehenden Strecke folgen. Dadurch, dass die Fahrbahndecke in Beton ausgeführt werden soll, wird eine erhöhte Lebensdauer dieses Straßenabschnittes und damit eine wesentliche Senkung der Lebenszykluskosten erwartet. Im Zuge der Erneuerung der L-193-Strecke ist im Bereich der T-Kreuzung L 190/L 193 zudem der Bau eines Kreisverkehrs vorgesehen – so soll die Verkehrssicherheit der „Tschalenga“-Kreuzung, bei der es immer wieder zu Unfällen kommt, angehoben werden.

Konzept längst fertig

Rund 2,5 Millionen Euro sollen die Baumaßnahmen nach aktuellem Stand insgesamt kosten. Die erforderlichen Konzepte für das Vorhaben liegen seit Jahren in der Schublade. Bereits im Jahr 2009 wurde die baldige Umsetzung des Kreisverkehrs in Aussicht gestellt. Im März 2010 wurde mit der Planung an dem umfangreichen Vorhaben begonnen. Ursprünglich war der Baubeginn für 2014 vorgesehen.

Dennoch: Bis dato herrscht nach wie vor Stillstand. Noch immer seien Grundablöse-Gespräche im Gange, wie Markus Neyer vom Objektmanagement Straßen des Landes Vorarlberg informiert. „Und bevor diese Gespräche, die seit vier Jahren laufen, nicht abgeschlossen sind, kann ich auch nicht sagen, wann mit den Arbeiten begonnen wird.“ Voriges Jahr schien dem Land die Geduld auszugehen: Enteignungen wurden in Erwägung gezogen. Offenbar ist dieser Gedanke aber mittlerweile ad acta gelegt worden. „Wir haben die Pläne nun etwas adaptiert und die Achse sowie den Kreuzungsmittelpunkt etwas mehr in Richtung Nenzing versetzt“, informiert Neyer. Durch diese Umplanungen würden sich teilweise bessere Lösungen ergeben, so der Projektbeauftragte: „So haben wir die Möglichkeit, Gründe tauschen zu können und nicht abkaufen zu müssen. Das war der Wunsch vieler Landwirte.“

Rasch realisierbar

Theoretisch sei die reine Umsetzung der geplanten Maßnahmen in einer Bausaison machbar. Doch müsse nach den Grundablöse-Gesprächen auch genügend Zeit für Behörden- und Vergabeverfahren einkalkuliert werden. Bürgermeister Peter Neier zum Vorhaben: „Diese Baumaßnahmen machen Sinn und wir sind froh, dass sie realisiert werden.“ Die Kosten werden zur Gänze vom Land übernommen.