Zum Gedenken

Vorarlberg / 30.10.2015 • 19:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Maria Rosa Flatz

Egg. Maria Rosa wurde am 18. Oktober 1923 als jüngstes von sechs Kindern der Familie Geiger in Ebenwald

geboren.

Wenige Monate nach­einander

starben

ihre Eltern; sie war erst gut ein Jahr alt. Glück im Unglück hatten sie und ihre Geschwister, dass sie bei einem Onkel und einer Tante aufgenommen wurden und so beisammenbleiben konnten. Später zogen sie dann wieder in ihr Elternhaus und Marieros half im Haushalt und in der Landwirtschaft mit.

Bewegter Werdegang

Gerne ging sie zur Schule und war eine sehr gute Schülerin. Später arbeitete sie im Gasthaus Taube und bei der Familie Hammerer (Metzgers) in Egg und auf dem Vorsäß Hochegg. Auch als Aushilfe in verschiedenen Familien war sie eine gern gesehene Hilfe. Nach dem Krieg lernte sie den Landwirt Richard Flatz kennen und lieben. 1949 heirateten sie in Rankweil und durften die diamantene Hochzeit erleben und im Familienkreis feiern. Acht Kindern, 24 Enkeln und 23 Urenkeln war sie eine liebevolle Mama, Säle und Ursäle. Auch ihre Schwiegersöhne und -töchter waren für sie wie die eigenen Kinder. Gemeinsam kaufte das Ehepaar 1953 das Anwesen in Egg-Sutter, wo sie bis zu ihrem Tod wohnten. Dazwischen zogen sie auf verschiedene Vorsäße und seit 1969 an den Erschalm.

Schicksalsschläge

Schwere Abschiede musste Marieros verkraften. Ihre einzige Schwester Ilga starb in jungen Jahren. Die Söhne Martin und Josef musste sie nach tödlichen Unfällen loslassen, und Gatte Richard ging ihr vor vier Jahren im Tod voraus. Richard hatte bis zu seinem Tod Marieros betreut, die seit Jahren an der Demenzerkrankung litt. Danach war sie bestens aufgehoben und liebevoll umsorgt in der Familie von Sohn Klaus und Marianne. So kam zu ihr zurück, was sie an Gutem in vielen Jahren geschenkt hatte. Pfarrer Friedl Kaufmann zelebrierte den Verabschiedungsgottesdienst, der von den Angehörigen feierlich mitgestaltet wurde. In der Predigt zeigte er die Werte von Marieros auf: Bescheidenheit, Zufriedenheit, Dankbarkeit, die Verbundenheit in Gott durch Gottesdienst, Gebet und Sonntagsheiligung; die Mitte, die Marieros für ihre große Familie war. Heimgekehrt zu Gott, möge er ihr all das Gute lohnen, das sie in dieser Welt gewirkt hat.