Zum Gedenken

30.10.2015 • 18:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Johann Eidler

Dornbirn. Johann wurde am 30. 12. 1923 als erstes von zehn Kindern von Johann und Cäcilia Eidler geboren. Seine Kindheit

verbrachte

er in Schwarzenbach

(NÖ), wo er die Volksschule absolvierte und danach in Wiener Neustadt eine Lehre als Maurer machte. Anschließend wurde er zum Militärdienst eingezogen und geriet schon bald an die Front in Russland. Wie vielen anderen in dieser schwierigen Zeit des Krieges blieb es auch Johann nicht erspart, eine Phase der Kriegsgefangenschaft zu erleiden.

Danach gelangte er über einen Umweg in Deutschland nach Vorarlberg, wo er ansässig wurde, viele Jahre bei der Firma Moosbrugger Guntram als Maurer arbeitete und später zur Firma F. M. Hämmerle wechselte.

1950 lernte Herr Eidler seine Frau Klara kennen, und mit der Hochzeit 1955 begann ein neuer Lebensabschnitt. Drei Söhne wurden dem Ehepaar geboren – Christian, Werner und Johannes.

Johann – bei Freunden und Bekannten besser bekannt als „Hans“ – war ein fleißiger und geschickter Handwerker, der auch sein Haus selbst gebaut hatte. Trotz seiner bitteren Kriegserlebnisse war er aber auch ein humorvoller und geselliger Mann, der gerne und bei vielen Gelegenheiten seine Ziehharmonika auspackte und bei Spiel und Gesang eine Atmosphäre der Freude und Herzlichkeit schuf.

Neben der Arbeit und seiner Liebe zum Musizieren hatte Hans eine weitere Leidenschaft: Er betätigte sich gerne in seinem Gemüse- und Blumengarten. Ganz besonders angetan war er von seinen Trauben, von denen er einige verschiedene Sorten mit großer Freude hegte und pflegte.

Vor einigen Jahren schwer erkrankt, wurde Hans eine lange Zeit zuhause von seiner geliebten Gattin Klara gepflegt und versorgt – unterstützt durch den Krankenpflegeverein – musste dann aber doch ins Pflegeheim übersiedeln. Zwei weitere Jahre ertrug er seine Krankheit mit all den Beschwerden im Gefolge mit großer Geduld. Am 22. Oktober hätten Klara und Johann ihre Diamantene Hochzeit gefeiert, doch die Zeit bis dahin war ihnen nicht mehr geschenkt. Am 15. Oktober wurde Johann von dieser Welt abberufen und hinterließ nicht nur seine Gattin Klara und die drei Söhne, sondern auch sieben Enkelkinder und acht Urenkel.

Auf dem Friedhof Haselstauden fand Johann seine letzte Ruhestätte. Möge er in Frieden ruhen.