Albtraum Fenstersturz

02.11.2015 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vor allem Kleinkinder verstehen die Gefahr nicht, die von hochgelegenen Fenstern ausgeht. Foto: Sicheres Vorarlberg
Vor allem Kleinkinder verstehen die Gefahr nicht, die von hochgelegenen Fenstern ausgeht. Foto: Sicheres Vorarlberg

Sicheres Vorarlberg mahnt zu Fenstersperren und anderen Vorsichtsmaßnahmen.

Schwarzach. Obwohl Fensterstürze von Kindern glücklicherweise relativ selten sind, sorgen sie dennoch, gerade in letzter Zeit, immer wieder für dramatische Schlagzeilen. Auch deshalb, weil solche Unfälle häufig mit schweren Verletzungen oder gar tödlich enden. Das jüngste Beispiel, das glücklicherweise relativ glimpflich verlief, ereignete sich am 27. Oktober in Hörbranz (die VN berichteten). Ein sechsjähriges Mädchen war auf einen Schreibtisch geklettert, lehnte sich gegen ein Fliegengitter und stürzte anschließend rund sieben Meter in die Tiefe. Das Kind kam mit einer Armfraktur davon.

Verbote und Erklärungen der Eltern nützen meist wenig, da vor allem Kleinkinder die Gefahr noch nicht verstehen. Schon aus diesem Grund hilft nur eines: Fenster müssen gut gesichert werden. Denn schon Zweijährige schaffen es, über Sessel oder Tische auf Fensterbänke zu klettern. Eine zuverlässige Möglichkeit sind Fenstersperren. Sie verhindern nicht nur, dass Fenster weiter als zehn Zentimeter geöffnet werden können, sondern auch das Schließen. Das schützt den Nachwuchs vor eingeklemmten Fingerchen. Am besten sind Sperren, die bereits im Fenstergriff integriert und mit einem Schlüssel zu öffnen sind. Aber auch der nachträgliche Einbau von Kindersicherungen ist kein Problem.

Wichtig: Fenstersicherungen sollten grundsätzlich verschraubt und am oberen Ende der Fenster, also außerhalb der Reichweite von Kindern, montiert werden. Als weitere Schutzmaßnahme sollten leicht bewegbare Gegenstände wie Tische oder Sessel aus dem Fensterbereich oder von Balkonen verbannt werden. Bei Geländern darauf achten, dass die Stäbe nicht quer, sondern senkrecht angeordnet sind. So können die Sprösslinge nicht daran hochklettern. Anderenfalls empfiehlt es sich, die Geländer auf der Innenseite mit Planen oder Platten zu verkleiden.