Ein lautes „Kikikikiki“ im Rüttelflug

Vorarlberg / 02.11.2015 • 19:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Typisch für den Turmfalken sind auch seine langen spitzen Flügel und sein heller und lauter „Kikikikiki“-Ruf. Foto: VN
Typisch für den Turmfalken sind auch seine langen spitzen Flügel und sein heller und lauter „Kikikikiki“-Ruf. Foto: VN

Das „Rütteln“ ist ein Markenzeichen des Turmfalken. 

Schwarzach. Sein Name verrät es bereits: Der Turmfalke nistet gerne in Mauernischen von Türmen oder anderen hohen Gebäuden. Aber auch Felsspalten und verlassene Krähen- und Elsternnester bewohnt er gerne, denn eigene Horste – so werden die Nester von Greifvögeln bezeichnet – bauen Falken nicht.

Und wer den Vogel schon einmal am Himmel gesehen hat, der weiß, warum der Turmfalke auch den Spitznamen Rüttelfalke trägt. Beim sogenannten „Rüttelflug“ bleibt er heftig mit den Flügeln schlagend in der Luft stehen und hält nach etwas Essbarem Ausschau. Hat er eine geeignete Beute erspäht, schießt er im Sturzflug hinunter und packt sie mit den Füßen, die bei Greifvögeln auch Fänge genannt werden. Am liebsten ernähren sich Turmfalken von Mäusen, aber auch kleine Vögel, Heuschrecken, Käfer oder Eidechsen stehen auf ihrem Speisezettel.

Spitze Flügel

Typisch für den Turmfalken sind auch seine langen spitzen Flügel und sein heller und lauter „Kikikikiki“-Ruf. Die Männchen tragen am Rücken ein leuchtend rotbraunes Gefieder, der Kopf und der Schwanz sind grau gefärbt. Die Weibchen sind etwas unauffälliger rötlich-braun gemustert.

Im Frühling machen sich die Turmfalken auf die Suche nach einer Partnerin. Die Balzflüge kann man von März bis April beobachten. Die Männchen vollführen dabei ruckartige Flügelschläge, drehen sich halb um die Längsachse und gleiten danach in raschem Gleitflug nach unten.

In den ersten zwei Wochen „hudert“ die Mutter ihre Jungen, das heißt, sie nimmt sie unter ihre Flügel und wärmt und beschützt sie im Bauchgefieder. In dieser Zeit geht das Männchen auf die Jagd und muss täglich Mäuse für die Kinder, seine Frau und sich selbst erbeuten. Das Weibchen verfüttert dann das Muskelfleisch an die Jungen und nimmt für sich nur die Innereien und das Fell.

Nach vier bis fünf Wochen bekommen die jungen Turmfalken ihr Erwachsenengefieder und sind somit selbstständig.