Und plötzlich steht da ein Reh vor dem Pkw

02.11.2015 • 21:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rund 80.000 Tiere verenden in Österreich jährlich durch Wildunfälle auf der Straße.  Foto: VN/Hofmeister
Rund 80.000 Tiere verenden in Österreich jährlich durch Wildunfälle auf der Straße. Foto: VN/Hofmeister

Gesetzliche Haftpflichtversicherung genügt im Falle eines Wildunfalles nicht.

Schwarzach. Wildunfälle sind vor allem im Herbst nicht selten. Jährlich werden in Österreich mehr als 350 Personen bei Verkehrsunfällen mit Wildtieren verletzt, hauptsächlich verunglücken aber die Tiere: Rund 80.000 Rehe, Hasen und andere Waldbewohner verenden auf der Straße. Besonders gefährlich sind Straßen, die an Feldern und Wäldern vorbei führen.

„Ob die eigene Versicherung bei einem Wildunfall zahlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend ist aber, ob man eine Kaskoversicherung hat oder nur eine gesetzliche Haftpflichtversicherung, denn die deckt Unfälle mit Wildtieren nicht ab“, so Gunther Riedlsperger, Obmann des Fachverbands für Versicherungsmakler.

Eine Kaskoversicherung ersetzt den Schaden am eigenen Fahrzeug. Hat man nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung, muss der Fahrer für den gesamten Schaden selbst aufkommen. Dennoch gibt es von Versicherung zu Versicherung Unterschiede, vor allem bei der Frage, welche Wildtiere in den Unfall verwickelt waren. So decken viele Versicherungen nur Schäden durch sogenanntes Haarwild ab – darunter fallen Rehe, Hasen, Füchse und Wildschweine – andere wiederum beziehen auch Federwild (z.B. Fasane) und Haustiere (neben Hunden und Katzen auch Kühe und Pferde) mit ein.