Zum Gedenken

Vorarlberg / 02.11.2015 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Herbert Natter

Dornbirn. Herbert Natter wurde am 30. Juni 1920 als zweites Kind von Jakob und Anna Natter in Mühlebach

geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in der Hinteren Achmühle, nach dem Besuch der Volksschule machte er eine Lehre als Schlosser bei der Firma Bertsch in Dornbirn.

Als er 1938 zum Militär eingezogen wurde, kam er in die Steiermark und lernte dort seine zukünftige Frau Gretel kennen. All die Jahre des Krieges musste Herbert in der Fremde überstehen und konnte erst danach wieder nach Hause zurückkehren. 1946 übersiedelte auch Gretl nach Dornbirn, und 1947 feierten die beiden in der Basilika in Rankweil ihre Hochzeit. Ihnen wurden drei Kinder geschenkt: Gerti erblickte das Licht der Welt 1948, Werner 1953 und Erika 1961.

Herbert hatte vorerst eine Arbeitsstelle bei den Rüsch-Werken und wechselte später zur Firma F. M. Rhomberg, wo er als Betriebsschlosser angestellt wurde.

1961 erkrankte er schwer und musste sich in Zürich einer Lungenoperation unterziehen. Danach kam er für ein Jahr nach Gaisbühel zur Genesung. Sein starker Lebenswille, seine Liebe zu seiner Familie und sein Glaube gaben Herbert die Kraft, diese schwere Zeit durchzustehen. 1962 erhielt er vier Jahre lang die Krankenpension und baute trotz seines schwachen gesundheitlichen Zustandes sein eigenes Haus im Floßgraben, in das er 1966 mit seiner Familie einzog.

Danach nahm er seine Arbeit bei der Firma Rhomberg wieder auf und leistete treue Dienste bis zu seiner Pensionierung 1980. Vom Schicksal hart getroffen, musste er 1982 den Tod seiner geliebten Gretel verkraften und verlor 2007 auch noch seine älteste Tochter Gerti.

Herbert war Zeit seines Lebens ein leidenschaftlicher Landwirt und betrieb als Ausgleich seine kleine Landwirtschaft mit viel Liebe und Umsicht.

So führte er auch nach seiner Pensionierung ein erfülltes, arbeitsames und positiv gestaltetes Leben. An die körperliche Arbeit gewohnt und ständig in Bewegung, war er bis ins hohe Alter mit seinem Fahrrad unterwegs.

Als die Kräfte vor zwei Jahren allmählich nachließen, wurde Herbert liebevoll von seiner Familie, besonders von Tochter Erika, umsorgt und gepflegt, unterstützt von den beiden Pflegerinnen Aneta und Mihaela. Am 18. Oktober verstarb er im Kreise seiner Familie und kehrte heim zu seinem Schöpfer.