Neue Tarife für Kinderbetreuung

03.11.2015 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch für die Kleinen wird es mehr Platz geben. Foto: Vn/KH
Auch für die Kleinen wird es mehr Platz geben. Foto: Vn/KH

Auch Kostenfreiheit für armutsgefährdete Familien. Ausbau des Angebots kommt.

Bregenz. (VN-mm) Land und Gemeinden bauen das Kinderbetreuungsangebot massiv aus. Allein in diesem Jahr entstehen noch 14 zusätzliche Einrichtungen. Das gaben Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und Landesrätin Katharina Wiesflecker bekannt. Ebenfalls in Vorbereitung ist ein neues Tarifmodell. Es soll im Herbst 2016 eingeführt werden und eine leistbare Kinderbetreuung für alle sicherstellen. Insgesamt wurden bzw. werden heuer über 30 Gruppen mit zusammen etwa 380 Plätzen neu geschaffen, sodass bis Jahresende gut 4000 Kinder einen Betreuungsplatz haben werden.

Die Einrichtungen bieten das ganze Jahr über eine mindestens halbtägige Betreuung für Kinder bis zum Kindergarteneintritt, teilweise sogar bis zum Schuleintritt und darüber hinaus. „In Kooperation des Landes mit den Gemeinden geht es uns darum, die Entwicklung der Kinder ganzheitlich zu fördern, die Eltern zu entlasten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Davon profitieren alle, die Wirtschaft und die Familien“, sagte Landesstatthalter Rüdisser.

Geld ins Budget genommen

Für die Umsetzung eines landesweiten sozial gestaffelten Tarifmodells hat das Land die nötigen Mittel bereits ins Budget aufgenommen. Nun geht es um konkrete Gestaltungsformen der leistbaren Kinderbetreuung. Schon bestehende Formen der Staffelung sollen in das neue Modell einfließen. „Klares Ziel ist eine faire soziale Staffelung der Elternbeiträge, Kostenfreiheit für armutsgefährdete Familien inklusive“, erklärte Wiesflecker.

Von den gut 15 Millionen Euro, die Vorarlberg aus dem Bundespaket bis 2017 für den Ausbau der Betreuungsangebote noch zustehen, wurden im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Euro abgeholt. Ein ähnlicher Betrag soll es auch heuer werden.

Klares Ziel ist eine faire soziale Staffelung der Elternbeiträge.

Katharina Wiesflecker