Rentnerin wurde Opfer von dreisten Betrügern

Vorarlberg / 03.11.2015 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

5250 Euro transferierte eine 76-jährige Pensionistin an unbekannte Betrüger.

Lindau. Die 76-Jährige erhielt zunächst einen Telefonanruf, in welchem sich eine Frauenstimme als Mitarbeiterin des Amtsgerichts Wiesbaden ausgab. Angeblich hätte die Seniorin in der Türkei an einem unerlaubten Glücksspiel teilgenommen, weshalb sie nun 18.000 Euro Strafgebühr zu zahlen habe. Dieser Betrag wurde in dem Gespräch auf 5000 Euro zuzüglich Gebühren reduziert, weil die Seniorin sich außerstande sah, die ursprünglich sechsstellige Summe zu bezahlen. Am
vergangenen Freitag übermittelte das Betrugsopfer via eines Bargeldtransferunternehmens die zugesagte Summe von 5250 Euro. Den Ermittlungen der Kripo Lindau zufolge wurde dieses Geld später in der Türkei abgeholt.

In der Früh des 28. Oktober 2015 klingelte erneut das Telefon der Frau. Diesmal forderte ein angeblicher Mitarbeiter des Oberlandesgerichts Berlin die Summe von 4000 Euro, damit sie die ursprünglichen 5000 Euro wieder zurückerhalten sollte; sie sei nämlich Betrügern zum Opfer gefallen.

Zur Zahlung dieser neuerlichen Forderung kam es dann jedoch nicht mehr, weil sich die Westallgäuerin inzwischen an die Lindauer Kriminalbeamten wendete und Anzeige erstattete.