Selbstfahrende Autos und der Stau

03.11.2015 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der tägliche Stau an der „Bären“-Kreuzung: Sind die geplanten Straßenprojekte die Antwort auf die Verkehrsprobleme der Zukunft?  Hofmeister
Der tägliche Stau an der „Bären“-Kreuzung: Sind die geplanten Straßenprojekte die Antwort auf die Verkehrsprobleme der Zukunft?  Hofmeister

„Der Verkehr der Zukunft“: Impulsreferat und Podiumsdiskussion im Rahmen des VN-Klimaschutzpreises. 

Bregenz. (VN-gms) Der Verkehr und vor allem die Verkehrsströme sind eines der zentralen Themen in Vorarlberg. An den Hotspots in Feldkirch oder Lustenau stauen sich täglich Tausende Autos und belasten damit die Umwelt. Die Anrainer klagen über den Lärm und weitere Belastungen. Es gibt aber auch Lösungsvorschläge. So ist in Feldkirch mit der Tunnelspinne eine Entlastung der Innenstadt geplant, der Baustart für das Projekt ist für 2016 avisiert. Im unteren Rheintal soll die Variante Z in Lustenau Entlastung bringen. Beides sind Projekte, die Hunderte Millionen Euro kosten werden und nicht unumstritten sind. Außerdem verändert sich unser Mobilitätsverhalten nachhaltig. Ausgerechnet Google hat mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Autos die Vision einer neuen Art des Autoverkehrs einer breiten Öffentlichkeit vertraut gemacht. Daimler hat, so wie andere Autounternehmen auch, ebenfalls Produkte entwickelt und testet seit Kurzem einen selbstfahrenden Lkw auf einem deutschen Autobahnabschnitt.

Automatisiertes Fahren

Die VN möchten im Rahmen der Veranstaltungen zum VN-Klimaschutzpreis diese beiden Entwicklungen zusammenführen und veranstalten unter dem Titel „Der Verkehr der Zukunft“ eine Podiumsdiskussion mit Impulsreferat. Mit Prof. Klaus Dietmayer von der Universität Ulm wurde ein anerkannter Experte in Sachen automatisiertes Fahren für ein Impulsreferat gewonnen. Dietmayer arbeitet in einem Innovationszentrum, das die Universität Ulm gemeinsam mit der Daimler AG betreibt, an der Forschung für automatisierte Fahrzeuge. Sein Institut hat selbst zwei automatisierte Testfahrzeuge auf öffentlichen Straßen in Betrieb. Im Rahmen seines Vortrags wird er den Stand der Forschung präsentieren und auch aufzeigen, welche Herausforderungen das automatisierte Fahren momentan noch einschränken. Zudem wird er auf mögliche Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten und die Verkehrsströme durch selbstfahrende Autos eingehen. 

Zukunftstauglich?

Im Anschluss wird in einer Podiumsdiskussion erörtert, was diese Entwicklungen für Vorarlberg und den Verkehr im Land bedeuten könnten. VN-Chefredakteur Gerold Riemann moderiert die Diskussion zwischen Klaus Dietmayer, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und VCÖ-Vorarlberg-Sprecher Manfred Hagen. Dabei wird auch das Publikum Gelegenheit erhalten, sich mit Fragen und Redebeiträgen in die Diskussion einzubringen. Die Veranstaltung findet am 19. November ab 19 Uhr im großen Sitzungssaal der VKW, Weidachstraße 6, Bregenz, bei freiem Eintritt statt. 

Anmeldung zur Veranstaltung bitte bis 16. November per E-Mail an katharina.rauch@russmedia.com oder telefonisch unter 05572 501 286.