Bürgermeister werden keine Zelte mehr dulden

Vorarlberg / 04.11.2015 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Derzeit schlafen Familien in Zelten unter der Eisenbahnbrücke an der Ach. Foto: Stadt Dornbirn
Derzeit schlafen Familien in Zelten unter der Eisenbahnbrücke an der Ach. Foto: Stadt Dornbirn

Dornbirn. (VN) Die Stadt Dornbirn geht beim Bettlerthema in die Offensive. Auf www.dornbirn.at/roma stellen die Verantwortlichen Informationen zur Verfügung, zeigen Fotos der aktuellen Zeltlager und verweisen auf die mehrsprachige Bettlerbroschüre. Indes gab die Stadt bekannt, das Zeltlager an der Ach in den nächsten Tagen zu räumen. Die Roma-Familien wurden demnach am Mittwoch zusammen mit einem Dolmetscher und der Sozialabteilung informiert. „Sie haben damit genügend Zeit, sich darauf einzustellen und bei Bedarf das Angebot der finanziellen Unterstützung für die Rückreise in ihre Heimat anzunehmen“, heißt es aus dem Dornbirner Rathaus.

Sollten die Roma dieses Angebot ablehnen, sind für Kinder, Mütter und schwangere Frauen Notschlafstellen vorbereitet. Derzeit sollen sich 120 Menschen in Zeltlagern in Dornbirn befinden.

Die Bürgermeister der fünf Vorarlberger Städte gaben per Aussendung bekannt, aus humanitären Gründen und Gründen der Sicherheit keine weiteren Zeltlager in ihren Städten zu dulden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Weiter: „Zu verurteilen ist, dass die Roma-Familien Kinder und Säuglinge in Zelten wohnen lassen.“ Die Bürgermeister fordern die Kinder- und Jugendhilfe zum Handeln auf und stellen klar: „Städte und Gemeinden werden keine Unterkünfte für diese Menschen stellen.“