Die Eberesche – nicht giftig, sondern gesund

Vorarlberg / 05.11.2015 • 21:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Vogelbeeren können sogar heilend wirken. 
Die Vogelbeeren können sogar heilend wirken. 

Schwarzach. Im Volksglauben wird die Eberesche bzw. Vogelbeere meist als giftige Beere eingestuft. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen, denn dadurch kann man reichlich Ebereschen sammeln, um daraus Marmelade, Saft oder Gelee herzustellen. Ob die Eberesche roh giftig ist, ist umstritten, gekocht und getrocknet wird sie zumindest als nicht giftig eingestuft.

Eberesche als Heilpflanze. Dass die Eberesche sogar Heilwirkungen hat, ist jedoch nicht mal allen Eingeweihten bekannt. Dabei kann sie vor allem für das Verdauungssystem und bei Lungenproblemen sehr hilfreich sein. Getrocknete Beeren als Tee zubereitet, helfen sowohl gegen Durchfall als auch gegen Verstopfung.

Anwendung in der Küche. Die Früchte kann man zu Saft, Marmelade oder Gelee verarbeiten. Durch das Kochen wird der herbe Geschmack der Beeren stark gemildert. Es gibt auch verschiedene Sorten der Eberesche. Ich probiere meist einige rohe Beeren – wenn sie sehr bitter sind, dann verwende ich sie nicht.

Produkte aus der Eberesche werden sehr oft zu Wildspezialitäten und Wildgerichten als Beilage gereicht. Die kultivierten Sorten werden auch gerne zur Herstellung von Vogelbeerschnaps verwendet.

Ebereschensaft. Um Ebereschengelee herzustellen, muss erst Ebereschensaft hergestellt werden. Für den Saft werden die Ebereschen von den Stielen getrennt, gewaschen, mit Wasser knapp bedeckt und für circa 20 Minuten gekocht. Die Beeren sehen danach schrumpelig aus. Anschließend den Saft durch ein feines Leinentuch abseihen, dabei etwas andrücken.

Rezept Ebereschengelee. 350 g Ebereschensaft, 150 g Apfelsaft, 350 g Zucker, ½ Zitrone (Saft). Zutaten vermischen. In einem weiten Geschirr bei starker Hitze bis zur Tropfenform kochen. Heiß in Gläser abfüllen und pasteurisieren.

Die Produkte werden zusammen­gestellt von Wolfgang Ponier, Spitzenkoch und Fachlehrer an der Landesberufsschule Lochau.