Hohe Investitionen in den Schlüssel zur Integration

Vorarlberg / 05.11.2015 • 20:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorarlberg erhält bis 2018 drei Millionen Euro vom Bund für
frühe Sprachförderung.

Bregenz. (VN-hk) Insgesamt 4,5 Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren in Vorarlberg für sprachliche Frühförderung in verschiedenster Form ausgegeben. Ein Drittel davon steuert das Land bei. Für Integrationsminister Sebastian Kurz (29) sind diese Beträge sinnvolle Investitionen, die teures Reparieren zu einem späteren Zeitpunkt verhindern können. Der Spracherwerb sei eine Voraussetzung für die Erbringung von Leistungen. Man müsse damit bei jungen Menschen ansetzen.

Bereitschaft eingefordert

Für Landeshauptmann Markus Wallner ist die Sprache der Schlüssel für Bildungserfolg und Integration. „Die Mittel werden für Sprachfördermaßnahmen in den Kindergärten, für die Aus- und Weiterbildung der Pädagoginnen und Pädagogen sowie zur Unterstützung von Projekten eingesetzt“, beschreibt der Landeshauptmann das Verwendungsportfolio der eingesetzten Gelder.

Einig sind sich Kurz und Wallner darin, dass die angebotene Sprachförderung für Kinder auch von den Eltern angenommen werden müsse. „Für Eltern, die sich dem verweigern, gilt die Kindergartenpflicht für ihre Kinder“, mahnt Wallner klare Spiel­regeln ein.

Viel Lob gibt es von Kurz für die Integrationsarbeit in Vorarlberg. „Vorarlberg hat damit früh begonnen, früher als andere Bundesländer.“ In seiner Zeit als Staatssekretär für Integration war Kurz wiederholt in Vorarlberg, um sich über die verschiedensten Initiativen zu informieren. „Integrationsarbeit ist eine Frage der Mittel, aber auch des politischen Willens“, betont der Minister.