Zum Gedenken

05.11.2015 • 17:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Elsa Klinger

Dornbirn. Elsa (Elisabeth Maria Sophia) wurde am 10. 10. 1926 als Tochter von Sophia und Peter Lenz geboren und wuchs in Doren auf. Bereits als Dreijährige verlor sie ihren Vater. Nachdem ihre Mutter wieder geheiratet hatte, wuchs Elsa mit ihrem Stiefvater Disma Polo und Stiefbruder Otto auf und genoss ein liebevolles Familienleben.

Wie so viele junge Frauen in dieser Zeit verbrachte Elsa die letzten Kriegsjahre bei einer Familie in Bregenz als Kindermädchen.

Nach dem Krieg lernte Elsa ihren zukünftigen Ehemann Fritz Klinger in Bregenz kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick, und 1949 feierten die beiden ihre Hochzeit. Noch im selben Jahr wurde das erste Kind, Monika, geboren, und das zweite Kind, Peter, im Jahr 1954. Durch harte Arbeit konnte sich die Familie den Traum eines eigenen Hauses im Beckenhag 15a verwirklichen, in das man 1958 einzog. 1959 kam das dritte Kind, Fritz, zur Welt und 1967 der Nachzügler Gerhard.

Soziales Engagement

Elsa war eine fleißige Frau und trug durch langjährige Heimarbeit zum Haushaltsbudget bei. Auch in der Pfarre engagierte sich das Ehepaar Klinger von Anfang an und trug zur Gestaltung bei. Elsa brachte sich ganz besonders im Sozialkreis ein, wo eine ihrer Aufgaben zahlreiche Krankenbesuche beinhalteten. Eine starke Frau mit viel Verantwortungsbewusstsein, was auch die Geschicke ihrer eigenen Familie prägte.

Nach der Pensionierung erwachte ein besonderes Interesse an Reisen, anderen Kulturen und deren Geschichte. So verwöhnte Elsa auch als Mitglied des Vereins „Rita Ross“ ihre Kinder, Enkelkinder und Urenkel nicht nur mit handgefertigten Kleidungsstücken und Basteleien, sondern ebenso mit einem enormen Wissen über Kulturelles und Geschichtliches – es war immer spannend.

Auch mehrere Operationen schmälerten ihren Einsatz für die Familie, Haus und Garten sowie die Aufgabe in der Pfarrei nicht. Dazu kam noch der Tod ihres geliebten Gatten, der, schwer an Krebs erkrankt, 1996 verstarb. 2000 zog Elsa vom Haus Beckenhag in die Wohnung in Heimgarten 8. Während der letzten vier Jahre war sie auf 24-Stunden-Pflege angewiesen. Aber selbst in dieser Zeit der Pflege war es Elsa sehr wichtig, möglichst viel Zeit mit der Familie zu verbringen, und obwohl die Ärzte ihr nur noch eine kurze Lebensdauer prophezeit hatten, ist sie noch weitere vier Jahre Herz ihrer Familie geblieben. Zehn Tage nach ihrem 89. Geburtstag hörte dann aber ihr Herz auf zu schlagen, und sie verstarb friedvoll am 20. Oktober. Möge sie ruhen in Gottes Frieden.