Letten nach Großrazzia im „Zwangsurlaub“

Vorarlberg / 06.11.2015 • 19:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Finanzpolizei kontrollierte am Donnerstag 45 Arbeiter. Foto: hp
Die Finanzpolizei kontrollierte am Donnerstag 45 Arbeiter. Foto: hp

Dokumente von zwei Arbeitern fehlten;
Bauleiter wehrt sich.

St. Gallenkirch. (VN-sas) Der Großeinsatz der Finanzpolizei in Galgenul sorgte gestern für Schlagzeilen. 20 Beamte nahmen den in Bau befindlichen Ferienpark ins Visier – Grund des Einsatzes: mögliche illegale und nicht angemeldete Personen. Eine Nachbarin sprach in diesem Kontext von Mitarbeitern, die vor den Beamten flüchteten. Diesen Vorwurf weist Bauleiter Harald Hobel entschieden zurück: „Ein paar Arbeiter sind mit dem Auto zu ihren Unterkünften gefahren, um ihre Dokumente zu holen. Nach zehn Minuten kehrten sie zurück.“ Er vermutet dahinter eine Nachbarin, „der das Projekt ein Dorn im Auge ist. Sie hat uns schon öfter wegen Lärmbelästigung angezeigt oder eine Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben ins Leben gerufen.“

Hobel räumt jedoch ein, dass zwei lettischen Arbeitskräften Dokumente für die Arbeitserlaubnis fehlten. Dabei handle es sich „aber nur um Bürokratie. Kommende Woche müssten wir alle Unterlagen haben“. Bis dahin seien die Letten zum „Zwangsurlaub“ verpflichtet.