Die Altersmedizin wird aufgewertet

09.11.2015 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im neuen Aufenthaltsraum können sich sowohl Patienten als auch Mitarbeiter der Abteilung wohlfühlen. Foto:khbg
Im neuen Aufenthaltsraum können sich sowohl Patienten als auch Mitarbeiter der Abteilung wohlfühlen. Foto:khbg

Im Landeskrankenhaus Rankweil wurde die neu errichtete Abteilung eröffnet.

Rankweil. (VN-mm) Fast vier Millionen Euro investierte das Land in die Erneuerung der Gerontopsychiatrie im Landeskrankenhaus Rankweil. Gestern, Montag, wurde die Station nach gut einjähriger Bauzeit offiziell eröffnet. Die Abteilung verfügt über neun Zweibett-Zimmer, ein Vierbett-Zimmer sowie ein Überwachungszimmer. Alle Zimmer sind zudem mit eigenen Nasszellen ausgestattet. Sowohl Station als auch Außenbereich wurden den speziellen Bedürfnissen der älteren Patienten angepasst.

Gesundheitslandesrat Christian Bernhard verwies auf die wachsende Herausforderung, die Menschen mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen für das Gesundheits- und Sozialwesen darstellen. Mit der neuen Abteilung verfüge Rankweil über ein Kompetenzzentrum, das auch in inhaltlichen und ausbildungsrelevanten Fragen die integrierte geriatrische Betreuung unterstütze. Auch der Direktor der Krankenhausbetriebsgesellschaft, Gerald Fleisch, betonte angesichts des steigenden Anteils älterer Menschen die Wichtigkeit dieser medizinischen Disziplin.

Primar Reinhard Bacher, acht Ärzte und 67 Pflegepersonen kümmern sich jährlich um rund 830 Patienten. Die Verweildauer in der Gerontopsychiatrie beträgt zwei bis drei Wochen. „Ob unsere Patienten anschließend nach Hause können, hängt unter anderem vom Bedarf der Nachbetreuung ab“, erläuterte Bach. Um diesen Aspekt kümmert sich das medizinische und pflegerische Team der Gerontopsychiatrie noch während des Krankenhausaufenthalts.

Die Gerontopsychiatrie ist Teil der Altersmedizin. Zu den Grunderkrankungen gehören unter anderem Demenz, Alzheimer, Depressio­nen und damit verbundene Folgeerscheinungen.