Keine Kürzung bei den Besuchscafés

09.11.2015 • 19:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wenn das Familienglück zerbricht, leiden oft alle. Foto: dpa
Wenn das Familienglück zerbricht, leiden oft alle. Foto: dpa

Land investiert rund 70.000 Euro in die Besuchsbegleitung.

Bregenz. (VN-mm) „Der Ausstieg des Instituts für Sozialdienste (IfS) aus der Besuchsbegleitung bedeutet keine Leistungskürzung“, versicherte Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker auf VN-Nachfrage. Wie berichtet, zieht sich das IfS nach zehn Jahren zurück. Künftig wird das Vorarlberger Kinderdorf allein dafür zuständig sein. „Aufgrund der Kleinheit des Angebots macht ein einziger Träger Sinn“, sagt Wiesflecker. Die Besuchsbegleitung, auch als Besuchscafé bekannt, wird für die Eltern weiterhin kostenfrei bleiben. Die Aufwendungen tragen Bund und Land. Durchschnittlich fließen rund 70.000 Euro von Landesseite in die Besuchsbegleitung.

In Bregenz wird die Besuchsbegleitung jeden Samstag angeboten, in Feldkirch vierzehntägig. Katharina Wiesflecker bestätigte Wartezeiten, zur Frage einer Ausweitung wollte sie sich nicht festlegen. Eine beaufsichtigte Besuchsbegleitung ordnen Familiengerichte an, wenn sich Eltern über Obsorge oder Besuchsrecht nicht einigen können. Auch Wiesflecker betont die Wichtigkeit, dem Kind den Kontakt zu beiden Elternteilen zu ermöglichen.