Wer mäht, darf düngen

09.11.2015 • 17:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch Ende November ist das Düngen noch erlaubt. Foto: privat
Auch Ende November ist das Düngen noch erlaubt. Foto: privat

Güllegeruch ist Thema im Vorarlberger Bürgerforum.

Dornbirn. (VN-pes) In einem Milchland wie Vorarlberg gehören grüne Wiesen zum Landschaftsbild. Sie sorgen für Heu und damit für das Winterfutter der Kühe. Doch das Düngen mit Gülle bringt gewisse Geruchsbelästigungen mit sich. Darüber beklagte sich jetzt ein Teilnehmer des Bürgerforums aus Dornbirn. Er postete das Foto einer Wiese, die seiner Meinung nach zwei bis fünf Mal im Jahr gedüngt werde, wobei doch nur einmal im Jahr erlaubt sei. „Nicht nur, dass es widerlich stinkt, das Ortsbild leidet extrem darunter“, meint er. Christian Meusburger von der Landwirtschaftskammer räumte auf Nachfrage der Vorarlberger Nachrichten mit einem Irrtum des Forumsnutzers auf: Das Ausbringen von Gülle ist keineswegs auf einmal im Jahr beschränkt. Grob gesagt: So oft man mäht, so oft darf man auch düngen. „Wenn man dem Boden durch die Ernte Nährstoffe entzieht, gibt man sie ihm durch das Ausbringen von Gülle wieder zurück“, erklärt er. Vom 1. Dezember bis 1. März sei es allerdings untersagt, bei Frost auch schon vorher. Noch spät im Jahr Gülle auszubringen mache Sinn, wenn die Wiesen noch grün sind, „aber mit Maß und Ziel“, so Meusburger. Selten, aber möglich sei es, eine Düngeration auf zwei Mal verteilt auszubringen. Das kann den Eindruck erwecken, es werde zwei Mal gedüngt, dabei wird nur jeweils die Hälfte ausgebracht.

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