Maturaprojekt für „Ma hilft“

Vorarlberg / 10.11.2015 • 20:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Julian Bendol, Nicolas Greilach und Giovanni Fedosi (v. l.) unterstützen „Ma hilft“. Foto: VN / Nalik
Julian Bendol, Nicolas Greilach und Giovanni Fedosi (v. l.) unterstützen „Ma hilft“. Foto: VN / Nalik

Drei Schüler der HAK Lustenau veranstalten ein Computerspielturnier für VN-Hilfsaktion.

lustenau. „Unser erster Gedanke war ein Benefizkonzert, aber damit waren wir nicht so glücklich. Das macht fast jedes Jahr jemand“, erzählt Julian Bendol. Der 19-Jährige organisiert zusammen mit seinen Mitschülern Nicolas Greilach (20) und Giovanni Fedosi (20) von der Handelsakademie Lusten­au ein Turnier im Computerspiel League of Legends. Was wie ein typisches jugendliches Hobby klingt, hat einen wesentlich wichtigeren Hintergrund: Das Turnier ist das Maturaprojekt der drei Lustenauer, und sämtliche Einnahmen werden der VN-Aktion „Ma hilft“ gespendet. „Wir haben lange überlegt. Irgendwann habe ich dann aus Spaß ein League-of-Legends-Turnier vorgeschlagen, weil wir das Spiel in der Freizeit oft spielen. Danach hat Nicolas mir zugestimmt und auch Giovanni hat sich uns angeschlossen“, erklärt Bendol, wie es zu der Idee kam.

Spiel füllt ganze Stadien

League of Legends ist ein Gratiscomputerspiel, bei dem die Spieler in Teams online gegeneinander antreten. Es geht dabei darum, den sogenannten Nexus des Gegners, quasi das Hauptgebäude des Teams, zu zerstören. Die Teams setzen sich dabei in der Regel aus jeweils fünf Spielern zusammen.

„Das Spiel wird von extrem vielen Leuten überall auf der Welt gespielt. Professionelle Turniere füllen ganze Stadien“, beschreibt Greilach die Faszination von League of Legends. Vor Kurzem besuchten 12.000 Zuschauer das Weltmeisterschaftsfinale in Berlin, die Karten waren schon wenige Minuten nach Verkaufsstart ausverkauft.

Hilfe im Vordergrund

Nicolas Greilach, Julian Bendol und Giovanni Fedosi spielen selbst allerdings nur in der Freizeit, an professionellen Turnieren nehmen sie nicht teil. Auch bei ihrem eigenen Turnier treten sie nur als Veranstalter auf. Besonders wichtig ist den Schülern der soziale Aspekt ihres Projekts. Mit den Einnahmen wollen sie die Aktion „Ma hilft“ der Vorarlberger Nachrichten unterstützen. „Ich denke, man spendet am liebsten für lokale Projekte. Die Aktion ‚Ma hilft‘ unterstützt die Menschen dann, wenn sie es wirklich brauchen“, erläutert Greilach, warum sie unschuldig in Not geratenen Vorarlbergern helfen wollen. Die Einnahmen setzen sich dabei in erster Linie aus dem Startgeld zusammen, das pro Spieler zehn Euro beträgt. „Mindestens acht Teams wollen wir schon, alles darüber hinaus wäre natürlich super“, sagt Giovanni Fedosi. Des Weiteren suchen die drei noch Sponsoren und wollen während des Turniers Getränke und selbstgemachte Speisen verkaufen.

Zuschauer willkommen

Selbstverständlich sind auch Zuschauer herzlich willkommen. Greilach erwartet, dass etwa 50 bis 100 Leute kommen werden, „vor allem natürlich Verwandte, Bekannte und Mitschüler“. Aber auch jeder andere, der sich das Turnier einfach mal anschauen möchte und „Ma hilft“ unterstützen will, ist eingeladen. Die Spieler werden sich auf einer Bühne gegenübersitzen, das Geschehen auf den Bildschirmen wird auf einer Leinwand im Saal übertragen. Darüber hinaus soll das Turnier auch auf dem Onlineportal „Twitch“ live gestreamt werden. Veranstaltungsort ist vom 22. bis 24. Januar 2016 das Pfarrzentrum in Höchst.

Die Aktion ,Ma hilft‘ der VN unterstützt die Menschen dann, wenn sie es wirklich brauchen.

Nicolas Greilach

Wer für „Ma hilft“ spenden will, kann das während des Turniers vor Ort tun, oder sich unter
maturaprojekt-haklu@gmx.at
an die Veranstalter wenden. Hier kann man sich auch als Teilnehmer anmelden, pro Team sind fünf bis sieben Spieler erlaubt.