Ab Sonntag freie Fahrt durch den Arlbergtunnel

Vorarlberg / 11.11.2015 • 20:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Arlbergtunnel wird täglich von 8000 Fahrzeugen frequentiert. VN
Der Arlbergtunnel wird täglich von 8000 Fahrzeugen frequentiert. VN

Sanierungsmaßnahmen laufen nach Plan; nächste Vollsperre in zwei Jahren.

St. Jakob. (VN-sas) Am Sonntag, 15. November, wird der Arlbergtunnel nach einer knapp sieben Monate langen Vollsperre wieder für den Verkehr freigegeben. Obwohl Chaos und lange Stauzeiten befürchtet worden waren, funktionierte die regionale Umleitung über den Arlbergpass dank des milden Wetters und trotz Spitzenbelastungen von 20.000 Pkw im Sommer fast immer reibungslos.

Lkw werden gescannt

600 Arbeiter waren in den vergangenen Monaten im Dreischichtbetrieb im Einsatz, mehrere neue Sicherheitseinrichtungen wurden im 15,5 Kilometer langen Tunnel installiert: So sind 36 der 37 zusätzlichen Fluchtwege im Rohbau fertig, die acht neuen Pannenbuchten zu 95 Prozent hergestellt. Für mehr Sicherheit soll fortan auch der neue Thermoscanner sorgen, der alle Schwerfahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf überhitzte Motorenteile überprüft und all jene, die überhitzt sind, zum Abkühlen aussortiert. Auch Rumpelmarkierungen wurden als Mitteltrennung in die Fahrbahn eingefräst. „Beim Überfahren der Markierung werden Autofahrer im wahrsten Sinne des Wortes wachgerüttelt. Ein Hilfsmittel, um Unfälle im Gegenverkehrsbereich zu verhindern“, sagt Asfinag-Vorstand Alois Schedl. „Etwa 75 der 160 Millionen Euro Gesamtkosten wurden bisher umgesetzt“, informiert Geschäftsführer Klaus Fink.

Trotz der Öffnung des Tunnels für den Verkehr ab Sonntag werden die Sanierungsarbeiten weiter auf Hochtouren laufen. Untertags wird die Strecke ohne Behinderungen befahrbar sein. Nachts (zwischen 20 und 5 Uhr) wird es zu wechselseitigen Anhaltungen an den Tunnelportalen kommen. Die Wartezeiten werden sowohl auf Vorarlberger als auch auf Tiroler Seite digital angezeigt.

Die zweite Vollsperre des Arlbergtunnels steht von April bis September 2017 auf dem Programm.

Lkw werden künftig vor der Tunneleinfahrt auf überhitzte Motorteile gescannt. Bei Bedarf werden die Fahrzeuge zum Auskühlen ausgeleitet.
Lkw werden künftig vor der Tunneleinfahrt auf überhitzte Motorteile gescannt. Bei Bedarf werden die Fahrzeuge zum Auskühlen ausgeleitet.