Zum Anbeißen: Der Apfel ist immer eine Sünde wert

Vorarlberg / 12.11.2015 • 19:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine Abordnung von Vertretern der Vorarlberger Landwirtschaftskammer und Obstbauern stattete der VN-Redaktion einen Besuch ab. Foto: sca
Eine Abordnung von Vertretern der Vorarlberger Landwirtschaftskammer und Obstbauern stattete der VN-Redaktion einen Besuch ab. Foto: sca

„Tag des Apfels“: In Vorarlberg wurden
heuer 3,5 Millionen Stück geerntet.  

Schwarzach. (VN-ger) Jeder kennt ihn, fast alle mögen ihn, außerdem stecken zahlreiche gesundheitsfördernde Kräfte in ihm: der Apfel. Am heutigen Freitag, 13. November, wird in Österreich der „Tag des Apfels“ gefeiert. Gründe dafür gibt es offensichtlich genug.

Zum einen ist der Apfel das beliebteste

Obst der Österreicher.

Jeder von uns verspeist im Durchschnitt

knapp 20 Kilo pro Jahr. Gut, dass Vorarlbergs Obstbauern heuer rund 450 Tonnen Tafeläpfel – das sind etwa 3,5 Millionen Stück – geerntet haben. „Der Fruchtansatz war gut. Die Äpfel sind zwar durch die kühle Blütezeit und den trockenen Sommer etwas kleiner geblieben als in anderen Jahren, der Geschmack und die Ausfärbung sind jedoch ideal“, zieht Jens Blum, Obmann der ARGE Erwerbsobstbauern, eine zufriedene Bilanz.

Erstaunlicher Duft

Äpfel gelten zudem als äußerst gesund. Sie haben wenige Kalorien, aber viel Vitamin B1, B2, C und Beta-Karotin, sowie Kalium, das den Körper entwässert. Der Fruchtzucker gelangt direkt über das Blut in die Muskeln und wird dort sofort in Energie umgewandelt. Schon ein Apfel am Tag versorgt den Körper mit einem Viertel des täglichen Vitamin C-Bedarfs. Nicht umsonst heißt es wohl im Volksmund: „Ein Apfel am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen“ oder „An apple a day keeps the doctor away“. Erstaunliches bewirken soll alleine der Apfelduft: Immerhin besagt eine oft kolportierte Anekdote, dass Friedrich Schiller in einer Schreibtischschublade stets ein paar faule Äpfel aufbewahrte, da ihn der Geruch zu literarischen Höchstleistungen inspirierte.

Liebe und Sünde

Der Apfel begleitet die Menschen schon seit Ewigkeiten. Er ist Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Leben. In der Bibel wurde er durch Adam und Eva zum Sündenfall. Außerdem wird er immer wieder mit bekannten Persönlichkeiten in Verbindung gebracht. Paul Cézanne malte demnach besonders gerne Äpfel, da sie für ihn die Vollendung der runden Form verkörperten. Ein Apfel, der den Physiker Isaac Newton am Kopf traf, soll ihn auf die Idee mit dem Gravitationsgesetz gebracht haben. Und auch die Firma „Apple“ trägt ihren Namen und das Logo aus gutem Grund: Firmengründer Steve Jobs liebte Äpfel und machte immer wieder Apfeldiäten, um seinen Körper zu reinigen.