Es geht ein schlauer Fuchs herum

Vorarlberg / 15.11.2015 • 20:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Den Fuchs kennen wir aus dem Märchen, er treibt sich aber auch in Vorarlberg herum. 

Schwarzach. Der Fuchs gilt als besonders schlau. Deshalb trägt er auch den Spitznamen „Reineke“ oder „Reinhard“ – das bedeutet „der durch seine Schlauheit Unüberwindliche“.

Füchse sind Raubtiere und ziemlich eng mit dem Hund und dem Wolf verwandt. Im Vergleich zu Hunden mit einer ähnlichen Körpergröße sind Füchse allerdings viel leichter und schmaler. Sie sind deshalb sehr sportlich und können bis zu fünf Meter weit und zwei Meter hoch springen und bis zu 50 Stundenkilometer schnell laufen. Außerdem finden sie noch in den engsten Höhlen und im kleinsten Erdloch ein Versteck.

Das Fell des Fuchses ist dicht und rötlich. Nur die Backen, der Bauch und die Innenseiten der Beine sind weiß. Typisch für den Fuchs ist die dicke, buschige und sehr lange Lunte (so wird der Schwanz in der Jägersprache genannt). Den Schwanz benutzt „Reineke“ nicht nur, um beim Springen oder auf Verfolgungsjagden das Gleichgewicht zu halten. Er benutzt ihn auch, um sich zu wärmen oder um mit anderen Füchsen zu kommunizieren. Die Schnauze des Fuchses ist lang und schmal, seine Ohren sind groß und spitz. Er hat sehr scharfe Sinne, kann also sehr gut sehen, hören und riechen.

Von Mäusen bis Beeren

Füchse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Das bedeutet, dass sie erst dann unterwegs sind, wenn es dunkel wird. Am liebsten frisst der Fuchs Mäuse, aber er mag auch Eier, Hasen, Insekten, Fische oder sogar Beeren. Seine natürlichen Feinde sind neben uns Menschen der Luchs, der Wolf und der Steinadler. Auch die Uhus erbeuten hin und wieder einen jungen Fuchs.

Der Fuchs wohnt in einem Fuchsbau. Den gräbt er meistens nicht selbst, sondern übernimmt ihn von Dachsen oder Kaninchen. Der männliche Fuchs heißt – wie auch der männliche Hund – Rüde. Die Füchsin nennt man Fähe und die Jungen Welpen. Das Maul wird von den Jägern als Fang und das Fell als Balg bezeichnet.

Wenn die Jungfüchse elf bis zwölf Wochen alt sind, gehen sie mit der Mutter auf die Pirsch. Foto: VN
Wenn die Jungfüchse elf bis zwölf Wochen alt sind, gehen sie mit der Mutter auf die Pirsch. Foto: VN