Immer für eine Überraschung gut

Vorarlberg / 16.11.2015 • 18:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gelbbauchunke hat einen gelben Bauch und wird zwischen 3,5 und 4,5 Zentimeter groß. Foto: VN
Die Gelbbauchunke hat einen gelben Bauch und wird zwischen 3,5 und
4,5 Zentimeter groß. Foto: VN

Wenn sich die Gelbbauchunke bedroht fühlt, zeigt sie ihren Bauch. 

Schwarzach. Ihr Name verrät es bereits: Die Gelbbauchunke hat einen leuchtend gelb gefärbten Bauch mit schwarzen Flecken.

Gelbbauchunken leben in Tümpeln, Gräben und sogar in Reifenspuren, die mit Regenwasser gefüllt sind. Sie sind sehr schreckhaft. Wenn sie sich gestört fühlen, tauchen sie blitzschnell auf den Grund des Gewässers ab und verbuddeln sich im Boden. Ist an Land eine Flucht nicht möglich, nehmen die Gelbbauchunken die sogenannte Kahnstellung ein. Dabei machen sie ein Hohlkreuz und zeigen ihren gelb gefleckten Bauch. Die Warnfarbe soll Feinde abschrecken und in die Flucht schlagen. Zusätzlich sondern die Gelbbauchunken eine giftige Flüssigkeit ab. Für uns Menschen ist das Gift nicht gefährlich, aber stark schleimhautreizend.

Gut getarnt

Gelbbauchunken sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Das bedeutet, dass sie erst dann an Land Jagd auf Insekten machen, wenn es dunkel wird.

Zu ihren Feinden gehören Rückenschwimmer, Ruderwanzen, Großlibellenlarven, Molche sowie Elstern oder Amseln. Mit ihrem graugrünen Rücken sind sie gut getarnt und kaum zu entdecken. Ihre Haut ist außerdem mit sehr vielen Warzen bedeckt.

Unken sehen – zumindest wenn man sie von oben betrachtet – Kröten sehr ähnlich, sind allerdings etwas kleiner und ihr Körper ist viel flacher. Auffällig sind ihre herzförmigen Pupillen. Eine nahe Verwandte der Gelbbauchunken ist die Rotbauchunke. Ihr Rücken ist ebenfalls dunkel, der Bauch hat allerdings leuchtend orangerote bis rote Flecken und kleine weiße Punkte.

„Uh, uh“

Da die Gelbbauchunken keine Schallblasen besitzen, sind ihre Rufe leiser als die der Rotbauchunken und klingen wie ein dumpfes „uh… uh… uh“, ähnlich dem Geräusch wenn man mit dem Mund über eine Flaschenöffnung bläst. Sie ertönen sowohl am Tag als auch in der Nacht über 40-mal pro Minute.