Prisma zieht sich aus Egg zurück

17.11.2015 • 18:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So hätte das Gebäude im Egger Zentrum ursprünglich aussehen sollen. Für 2016 ist eine Evaluierung des Projekts geplant. Foto: Prisma
So hätte das Gebäude im Egger Zentrum ursprünglich aussehen sollen. Für 2016 ist eine Evaluierung des Projekts geplant. Foto: Prisma

Sparkasse übernimmt die Anteile am künftigen Geschäftshaus im Zentrum. 

Egg. Der geplante Neubau eines Mehrzweckgebäudes auf dem Areal des alten Postamtgebäudes in Egg hat schon seit Längerem für Diskussionen in der Gemeinde und darüber hinaus gesorgt. Im August wurde der für Herbst 2015 geplante Baustart schließlich auf vorerst unbestimmte Zeit verschoben. Wie nun bekannt wurde, hat sich in der Zwischenzeit auch der Dornbirner Projektentwickler Prisma aus dem Projekt zurückgezogen. Die Anteile wurden von der Sparkasse Egg übernommen, der jetzt 77,5 Prozent der Loco 597 Investment GmbH gehören. Die Gemeinde Egg hält weiterhin 22,5 Prozent.

Zu langsam

„Nichts zu tun ist für uns an einem so wichtigen Standort in seinem gegenwärtigen Zustand keine Alternative“, begründet Prisma-Vorstand Bernhard Ölz die Entscheidung. Immerhin betrage die Vorlaufzeit für dieses Projekt schon jetzt mehr als fünf Jahre. Eine erneute Verschiebung sei für Prisma keine Option gewesen. „Hier braucht es eine konkrete und vernünftige Lösung in absehbarer Zeit“, sagt Ölz. Als Minderheitseigentümer habe man außerdem kaum Gestaltungs- und Mitsprachemöglichkeiten. „Es ist gut, wenn das Projekt jetzt rein lokal verhandelt und entschieden wird.“ Der Prisma-Vorstand betont allerdings, dass der Rückzug in Egg nur das geplante Geschäftshaus auf dem Postamt-Areal betreffe. Bei allen anderen anstehenden oder bestehenden Projekten in der Bregenzerwälder Gemeinde sei Prisma unverändert engagiert.

Neu evaluieren

Als jetzt noch deutlicherer Mehrheitseigentümer werde die Sparkasse Egg nunmehr einen genauen Evaluierungsprozess zu dem Projekt durchführen, erläutert Hermann Bachmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Egg. Dabei soll auch die geplante zukünftige Verkehrslösung an diesem Knotenpunkt in Egg mit einbezogen werden. Zudem sei ebenfalls für 2016 ein Bürgerbeteiligungsprozess geplant. Einen Termin für den möglichen Baustart gebe es daher noch nicht. Fix sei nur, dass das 7,5 Millionen Euro teure Geschäftshaus auf jeden Fall kommen werde. Die aktuellen Pläne für das fünfstöckige Mehrzweckgebäude würden Nutzflächen für Wohnungen, Büros, Gastronomie und Dienstleister vorsehen.