Ministerium gibt Zusage für Kreiselbau in Bürs

18.11.2015 • 17:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach 15 Jahren soll dieser provisorische Kreisverkehr ab 2018 der Vergangenheit angehören. Foto: VN/Steurer
Nach 15 Jahren soll dieser provisorische Kreisverkehr ab 2018 der Vergangenheit angehören. Foto: VN/Steurer

Meilenstein beim Millionenvorhaben; Baubeginn möglicherweise schon 2016.

Bürs. (VN-sas, tw) Aufatmen im Oberland, in das Großprojekt „Autobahnanschluss Bludenz/Bürs“ kommt nach vielen Jahren Bewegung: Wie Asfinag-Projektleiter Günter Fritz (47) informiert, hat das Ministerium der rund 24 Millionen Euro teuren Verkehrslösung nun grünes Licht erteilt. Den ministeriellen Bescheid bezeichnet er im Hinblick auf die Umsetzung als „Meilenstein“. Dem Land und der Gemeinde Bürs wurden sämtliche Unterlagen zugesandt. Beide Parteien haben noch bis morgen, Freitag, Zeit und die Möglichkeit für eine Stellungnahme.

Grundablösen stehen an

Dann können die für den Bau nötigen Grundablösen in Angriff genommen werden, laut Fritz sind rund 30 Grundstücksbesitzer involviert. Gespräche laufen schon seit Längerem, „im Großen und Ganzen sind sie bisher sehr gut und konstruktiv verlaufen“, so Fritz. Auch die VKW ist demnach vom Bau tangiert, sie muss offenbar ihre Freiluftleitungen im vom Bau betroffenen Gebiet verlegen. Der Asfinag-Projektleiter geht davon aus, dass in der Folge der Baubescheid ausgestellt wird. Sofern alles reibungslos über die Bühne geht, rechnet der Projektleiter mit dem Baubeginn im Herbst 2016 oder spätestens im Frühjahr 2017: Dann soll im Zuge einer zwei Jahre andauernden Bauphase der Bau von drei Kreisverkehren mit Auf- und Abfahrten nach Bürs und Bludenz in Angriff genommen werden. An Spitzentagen wird der neuralgische Verkehrsknotenpunkt im Oberland von rund 25.000 Fahrzeugen frequentiert.

„Entlastung für alle“

Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (61) begrüßt ausdrücklich den positiven Bescheid des Ministeriums. Das Land stehe voll und ganz hinter dem Vorhaben, mit dem das Straßenprovisorium beseitigt werden soll. In der Gemeinde Bürs sehnt man sich schon lange nach der Umsetzung des Großprojekts, wie Bürgermeister Georg Bucher (53) betont: „Für uns ist es seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit, dass in diese Verkehrspassage investiert wird.“ Die Investition werde eine große Entlastung mit sich bringen, nicht nur für die motorisierten Verkehrsteilnehmer. „Eine immense Verbesserung wird auch der neue, rund fünf Meter breite Rad- und Gehweg für Radfahrer und Fußgänger bringen“, sagt der Gemeindechef. Den Baubeginn im Herbst 2016 hält Bucher für sehr optimistisch: „Ich hoffe, dass sich Frühjahr 2017 ausgeht.“ Bürs muss für das Projekt zwei Millionen Euro beisteuern.

15 Jahre Provisorium

Eigentlich hätte das Straßenprovisorium zwischen Bürs und Bludenz nur von kurzer Lebensdauer sein sollen. Mittlerweile hat der im Jahr 2001 eingerichtete provisorische Kreisverkehr zwischen Autobahnbrücke und Zimbapark beinahe 15 Jahre auf dem Buckel. Ebenso lange wurde auch an einer dauerhaften Verkehrslösung bei dieser Passage gearbeitet. Über 20 Varianten waren im Gespräch; realisiert wurde keine davon.

Für uns ist das schon lange eine Herzensangelegenheit.

Georg Bucher

Fakten zum Projekt

» Baubetreiber: Asfinag

» Investition: 24 Millionen Euro

» Finanzierung: Land, Gemeinden und Asfinag

» Baubeginn: Herbst 2016 bzw. Frühjahr 2017

» Fertigstellung: 2018 bzw. 2019