Der Herbst sagt jetzt „Auf Wiedersehen“

Vorarlberg / 19.11.2015 • 19:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auch Maria aus Dornbirn genoss am gestrigen Donnerstag noch einmal den milden Herbst. Foto: VN/Steurer
Auch Maria aus Dornbirn genoss am gestrigen Donnerstag noch einmal den milden Herbst. Foto: VN/Steurer

Heftige Regenfälle leiten heute radikalen Wetterumschwung ein. Danach wird es bitterkalt.

Schwarzach. (VN-hk) Viele Wochen mussten die Meteorologen im Land in ihren Antworten auf Fragen nach dem Wetter nicht sehr vielseitig sein: Sonne, milde Temperaturen bis 20 Grad, keine Änderung der Wetterlage in Sicht. So oder ähnlich lauteten die monotonen Informationen.

Zuerst der Regen

Das wird jetzt anders. „Der Donnerstag markierte den Abschied vom goldenen Herbst“, macht Michael Winkler (33) von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Innsbruck deutlich. „Der Regen wird heute ein ständiger Begleiter durch den Tag“, führt Winkler weiter aus. „Es wird vor allem ab dem späteren Nachmittag sehr intensiv regnen.“ Noch aber bleibe es relativ mild. Der dramatische Temperatursturz setzt laut Winkler erst in der Nacht auf Samstag ein, die Schneefallgrenze wird schnell unter 1000 Meter sinken. Während die Niederschläge weniger werden, geht es mit den Temperaturen rapide nach unten. „Die Frage wird sein: Gibt es auch schon eine große Portion Schnee für die mittleren Lagen, oder kommt für die der Temperatursturz mit dem Nachlassen der Niederschläge zu spät“, erläutert Meteorologe Winkler.

Grimmiger Frost

Fest steht: Was ab Samstag noch an Niederschlägen vom Himmel kommt, kommt in Form von Schnee. „Allzu viel wird das nicht mehr sein“, weiß der Meteorologe. Ganz sicher genug Schnee bekommen die höher gelegenen Skigebiete, deren Saisonstart immer näher rückt und wo eine künstliche Beschneiung aufgrund der warmen Temperaturen nicht möglich war. „In der Arlberg-Region könnte sich insgesamt ein halber Meter ausgehen“, prognostiziert Michael Winkler. Kaum Höhenunterschiede macht ab Samstag der grimmige Frost, der das ganze Land bis in die Täler überziehen wird. In den Wintersportorten sieht man den lange herbeigesehnten Wetterumschwung mit großer Erleichterung.

Winterliche Verhältnisse

Am Sonntag liegen laut Auskunft des Innsbrucker Meteorologen die Tiefstwerte am Tag bei minus drei bis minus vier Grad, die Höchstwerte um die null Grad. Bitterkalt wird es am Montagmorgen nach einer klaren Nacht. Da wird die Quecksilbersäule in der Früh dann auch in den Talschaften auf minus zehn Grad oder womöglich noch tiefer hinuntergehen, verdeutlicht Winkler den radikalen Wetterumschwung, dem sich nicht nur Vorarlberg über das kommende Wochenende hinaus gegenübersieht. Für die Autofahrer gilt: Frostschutz ins Scheibenwasser geben und nicht mehr ohne Winterreifen fahren. Die Fahrverhältnisse werden winterlich.

Es wird bitterkalt, am Montag früh minus zehn Grad.

Michael Winkler