Auszeichnung für ein besonderes Projekt

Vorarlberg / 20.11.2015 • 19:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine Delegation aus Rankweil nahm in Wien sichtlich stolz und erfreut den begehrten Preis entgegen. Foto: privat
Eine Delegation aus Rankweil nahm in Wien sichtlich stolz und erfreut den begehrten Preis entgegen. Foto: privat

Sozialzentrum Rankweil erhielt „Teleios“. Würdiges Sterben in Pflegeheimen als Ziel.

Rankweil. (VN-mm) Nach nur einem Jahr kann das von Palliativmediziner und Russ-Preis-Träger Gebhard Mathis angestoßene Projekt „Ärztlicher Koordinator im Pflegeheim“ schon einen ersten Erfolg verbuchen. Das „Haus Klosterreben“ in Rankweil, das sich am Pilotversuch beteiligt, wurde in Wien mit dem „Teleios“, dem wichtigsten Preis in der Altenpflege, ausgezeichnet. Durch ein besseres Zusammenspiel von Arzt, Pflege und Angehörigen soll auch in Pflegeheimen ein würdiges Sterben ermöglicht werden. Wie die Erfahrungen in Rankweil belegen, konnten etwa akute Krankenhauseinweisungen in der Sterbephase aufgrund bereits vorliegender Krisenpläne deutlich reduziert werden. Die Teilnahme am „Teleios 2015“ hatte Bürgermeister Martin Summer angeregt.

Heime als Sterbeorte

Hintergrund für die Einrichtung eines ärztlichen Koordinators in Pflegeheimen ist die hohe Sterberate. Von 2004 bis 2013 stieg die Zahl der Sterbefälle in den Pflegeheimen von vier auf 21 Prozent. Das Sterben verlagerte sich aus den Spitälern in die Heime. Nach Meinung der Jury zeigt das Projekt, dass durch Kommunikation und vorausschauende Planung die Qualität von Palliative Care in den Heimen klar verbessert wird. Auch die politisch Verantwortlichen haben bereits eine Empfehlung ausgesprochen, das Projekt flächendeckend einzuführen.