Petition pro Jägerbataillon

20.11.2015 • 19:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Standesrepräsentant Bitschnau übergab Petition an LH Wallner.
Standesrepräsentant Bitschnau übergab Petition an LH Wallner.

Montafon spricht sich zum Schutz der Bevölkerung für Erhalt des Jägerbataillons aus.

Montafon. Die von Verteidigungsminister Gerald Klug avisierte Auflösung des Jägerbataillons 23 in der Walgaukaserne Bludesch stößt im Montafon auf breite Ablehnung. Der Grund dafür ist einfach: Der südlichste Teil des Landes fürchtet um einen funktionierenden
Katastrophenschutz und damit um die Sicherheit der Bevölkerung. „Vorarlberg und entsprechend der geografischen Lage natürlich auch das Montafon sind in Krisen- und Katastrophenfällen mitunter schwer erreichbar. Aufgrund der Wettersituation ist mitunter auch die Versorgung aus der Luft nicht gewährleistet. „Genau dann brauchen wir in Vorarlberg stationierte Einsatzkräfte“, argumentiert Standesrepräsentant Bürgermeister Herbert Bitschnau im Namen seiner zehn Kollegen.

„Wir haben in Vorarlberg ein sehr gut funktionierendes System der Einsatzorganisationen, die jedoch bei Groß­ereignissen sehr schnell an ihre Grenzen stoßen“, führt der Standeschef weiter aus. „Spätestens dann ist es notwendig, auf die Assistenzfähigkeit des Bundesheeres zurückgreifen zu können.“

40 Arbeitsplätze weg

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass ein größeres Naturereignis entsprechende Personalressourcen benötige. Ganz abgesehen davon, dass wieder etwa 100 junge Vorarlberger ihren Präsenzdienst außerhalb des Landes leisten müssten. Außerdem würde die Auflösung des Jägerbataillons knapp 40 Arbeitsplätze im Land kosten. „Deshalb fordern wir Landeshauptmann Markus Wallner auf, sich weiterhin für den Erhalt des Jägerbataillons 23 in Bludesch einzusetzen und ein klares Signal Richtung Wien zu senden“, so Bitschnau bei der Übergabe der Petition an den Landeshauptmann.